Der Markt ist da, nur die Konzepte und die richtigen Leute fehlen.
„Tierschutz ist Menschenschutz“! Diese Aussage hört man nicht selten von Tierschützern. Allerdings fast nur im Zusammenhang mit der Hundehaltung in Metropolen, im speziellen im Zusammenhang mit sog. „Kampfhunden“. Die Abhängig sozialer Strukturen und Bedürfnislagen voneinander wird von Tierschützern also angeführt und als, zumindest rethorisches Argument zur Diskussion gestellt. An eine Umsetzung oder sachdienliche Interpretation denkt aber niemand.
Betrachtet man primäre Probleme des Tierschutzes etwas näher, wird sehr schnell deutlich, wo, abgesehen von chronischem Mangel an Geldern, der sprichwörtliche Hund begraben liegt. Mensch und Tier teilen sich, zum Wohl oder Übel, einen begrenzten, im ständigen Wandel befindlichen Lebensraum- unsere Gesellschaft.
Der Mangel an finanziellen Mitteln ist für den Tierschutz also ein sekundäres Problem, dass erst durch die Fokussierung auf eindeutig fassbare und dokumentierte Missstände, eine primäre Bedeutung erlangt. Unterm Strich führt man einen aussichtslosen Kampf gegen Symptome, ohne jedoch die Ursachen zu bekämpfen.
Schauen wir uns die Struktur und die Probleme des „Tierschutzverein NÜTZT ALLES NIX“ an. Der Tierschutzverein unterhält ein Tierheim in „BAD MERKT NIX“ und unterstützt den Tierschutzverein „SEELIG SIND DIE UNWISSENDEN“ in „ABSURDISTAN“.
Der TSV NÜTZT ALLES NIX hat 815 Mitglieder und verlangt von seinen Mitgliedern einen Jahresbeitrag von € 120, - Von der Stadt erhält der TSV jährlich pauschal € 22.000, - Was über die festen Einnahmen hinaus geht, muss durch Erbschaften und Spenden finanziert werden.
Der Vorstand setzt sich aus 3 Personen zusammen. Der Frau des Inhabers eines Autohauses, einer selbstständigen Kosmetikerin und einem pensionierten Standesbeamten. Im Tierheim arbeiten 30 Personen. Der Tierheimleiter, ein Tierhomöopath, 2 Teilzeitkräfte als Tierpfleger- einer ist Verkäufer bei Fressnapf, der andere Co-Trainer im örtlichen Hundesportverein. Dazu kommen 5 ABM- Kräfte die sich laut Gesetz überhaupt nicht um die Tiere kümmern dürfen, im Mittel 5 Jugendliche aus dem nah gelegenen Plattenbau, welche ihre Sozialstunden ableisten und der Rest rekrutiert sich aus ehrenamtlichen Mitarbeitern.
„BAD MERKT NIX“ hat ca. 400.000 Einwohner, 6000 Gewerbebetriebe, ein Tochterunternehmen eines großen Chemiekonzerns, 250 Supermärkte und Discounter, 3000 Einzelhändler, 4 Kaufhäuser, eine Werkstatt für behinderte Menschen, eine Justiz- Vollzugsanstalt, 12 Krankenhäuser, 1 Frauenhaus und eine Beratungsstelle für Obdachlose. Die Arbeitslosenquote liegt bei 15%, die Zahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss/Ausbildungsplatz/Arbeitsplatz liegt bei 8000. Bad Merkt Nix ist also einer von vielen sozialen Brennpunkte, wie es sie hundertfach und in fast jeder größeren Stadt Deutschlands gibt.
Das Interesse der Kommunalpolitik für den Tierschutz ist als verhalten zu bezeichnen und die insgesamt rund 175.000 Erwerbslosen, Harz IV- Empfänger und Rentner haben eigene Sorgen.
Rund 12.000 Hunde und Katzen gibt es in Bad Merkt Nix. Jährlich werden 50 Tiere wegen „Allergie“ abgegeben, 40 Tiere werden Ausgesetzt und von den Behörden dem TSV Nützt Alles Nix in Obhut gegeben, 10 Tiere landen wegen Todesfällen in der Halterfamilie im Tierheim und weitere 100 Tiere werden zu Harz IV- Opfern, weil die ARGE den Betroffenen eine Wohnung zuweist, in die sie ihre Tiere nicht mitnehmen dürfen. Weitere 15 Tiere von übel zugerichteten Frauen und weinenden Kindern abgegeben, bevor diese vor ihren gewalttätigen Männern ins Frauenhaus flüchten- dort sind keine Tiere erlaubt. Auch in dem katholischen Obdachlosenasyl sind Tiere, vor allem Hunde untersagt. Im Winter kommen nochmals 6 Hunde dazu. Abgegeben von einem Hundeführer der Polizei. Der Hundeführer kommt als einziger an die Hunde heran, die die Leiche ihres erfrorenen Herrn bewachen. Ihres Herrn, der lieber erfror, als sich von seinen letzten treuen Freund zu trennen.
Das Tierheim verfügt also über einen Mindestbetrag von jährlich € 119800, - . Auf das Geschäftsjahr umgelegt, ergibt sich ein Etat von € 9983,33 pro Monat. Davon müssen die Kosten für Wasser, Gas, Strom und Heizung bestritten werde (€ 1200,- ), Personalkosten – brutto ( € 6000,- ), Versicherungen, Tierarzt, Medikamente ( € 1100,- ), Zubehör, Werkzeuge, Verbrauchsmittel ( € 600,- ).
Damit verbleiben noch ca. € 1083,33 pro Monat die für die Versorgung von durchschnittlich 221 Tieren eingesetzt werden können. Vorausgesetzt, es können tatsächlich ebenso viele Tiere vermittelt werden, wie aufgenommen werden müssen. In diesem Fall steht also ein Betrag von € 4,90 pro Tier und Monat, anders ausgedrückt, ein Betrag von € 0,16 pro Tier und Tag zur Verfügung. Die Differenz zu den tatsächlich entstehenden Versorgungskosten muss durch Geld- und Sachspenden oder Erbschaften gedeckt werden. Geringe Beträge erwirtschaftet der TSV noch über Flohmärkte, dessen Verkaufsgüter ja auch erst gespendet werden müssen und durch einen Onlineshop, in dem selbst gemahlte Tierbilder und Häkeldecken verkauft werden. Ein florierendes Geschäft ergab sich aus der Zusammenarbeit mit dem TSV „SEELIG SIND DIE UNWISSENDEN“ aus „ABSURDISTAN“. Jeden Monat werden, ohne das zuständige Veterinäramt zu informieren, etwa fünf niedliche kleine, leicht vermittelbare Hunde importiert und als Fundhunde deklarierte Mischlinge, gewinnbringend verschachert. Das macht ein willkommenes Zubrot von € 1000, - aus. Geld, dass der Verein gut brauchen kann.
Lohn- und Nebenkosten, Energiekosten, ggf Pacht/Miete, Tierarztkosten, Zuschüsse der Stadt oder Gemeinde, Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, Geld- und Sachspenden, Erbschaften unsw. variieren enorm. Obwohl sich der Vorstand unseres TSV „Nützt Alles Nix e.V.“ eigentlich einer Konkursverschleppung schuldig macht, liegt er bezüglich seiner finanziellen Situation durchaus im Standard. Wenigen Tierschutzvereinen geht es, im Gegensatz zu unserem „Nützt Alles Nix e.V., hervorragend. Barvermögen, Wertpapiere und Immobilien in Millionenhöhe sind ebenfalls Standard, wenn auch selten.
Wie kommt es zu derart großen Unterschieden? Das in einem Landkreis mit etwa 30.000 Einwohnern nicht, so viele Menschen im Tierschutz engagiert sind, wie in Großstädten wie beispielsweise Berlin, Düsseldorf oder Köln, liegt auf der Hand. Man möchte annehmen, dass allein aufgrund der Bevölkerungszahl- und Dichte, die verschiedenen Tierschutzvereine, zwangsläufig über mehr Mitglieder und damit auch über höhere Einkünfte verfügen. Weiterhin sollte man annehmen, dass Ballungsräume, im Verhältnis zur Bevölkerungsdichte, über mehr Tierschutzorganisationen verfügen. Mit beiden annahmen liegt man falsch.
Weder die finanzielle Potenz einzelner Tierschutzvereine, die Mitgliederzahl pro Verein, noch die Zahl der Tierschutzvereine im Verhältnis zur Bevölkerungsdichte, ist letztlich ausschlaggebend.
Liegt es an der durchschnittlichen Kaufkraft der Region? Wohl kaum. Wäre die Kaufkraft pro Einwohner ausschlaggebend für die Zahl der ansässigen Tierschutzvereine, müsste es in Bayern oder Baden Württemberg mehr und finanziell besser gestellte Tierschutzvereine geben, als in Nordrhein Westfalen oder Sachsen Anhalt. Andererseits fällt auf, dass besonders finanzkräftige Tierschutzvereine und Dachverbände, ihren Sitz (Hauptsitz) in ausgesprochen finanzstarken Regionen wie München, Rhein-Sieg- Kreis, Bonn, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hamburg haben.
Zu den top-20 gehören u.a.
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der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V.,
Hauptgeschäftsstelle: Viktor-Scheffel-Str. 15, D - 80803 München
dem auch u. a. das Tierheim Köln-Dellbrück, Iddelsfelder Hardt, 51069 Köln angehört, -
der Tierschutzverein Düsseldorf und Umgebung e.V. 1873, Alexanderstr. 18 / 40210 Düsseldorf – Mitglied im DeutschenTierschutzbund und WSPA,
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der Tierschutzverein für Berlin und Umgebung Corporation e.V. / Tierheim Berlin / Hausvaterweg 39;
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Landesverband Berlin des Deutschen Tierschutzbundes e.V.- ebenfalls Mitglied von WSPA
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der Hamburger Tierschutzverein v. 1841 e.V., Süderstraße 399, 20537 Hamburg – Mitglied im Deutschen Tierschutzbund
Die Frage nach dem durchschnittlichen Bildungsniveau in einer Region drängt sich förmlich auf. Kann das Bildungsniveau ausschlaggebend für der Erfolg oder Misserfolg eines Tierschutzvereines sein? Auch diese Frage muss eindeutig mit „NEIN“ beantwortet werden.
Ein eindruckvolles Beispiel bietet hier die international tätige Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“. „Vier Pfoten“ ist ebenso wie Ocean Care, Pro Wildlife oder Korean Animals, deren Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit und internationale Kontakte, ihren Sitz in den USA haben. Aber auch kleine, von den Medien kaum beachtete Organisationen wie die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz, die Gesellschaft für Haustierforschung e.V, Animal Public, das Jane Goodall Institut oder die Sea Shepherd- conservation Society (Der Initiator der Sea Shepherd Conservation Society war Gründungsmitglied von Greenpeace / allein die Kosten für den Tagesverbrauch an Diesel der „Sea Shepherd“ dem Schiff der Organisation, dürften den Jahresetat vieler Tierschutzvereine, deutlich übersteigen).
Keine der zuletzt genannten Organisationen kann auf eine bemerkenswerte Kaufkraft oder ein überdurchschnittliches Bildungsniveau im geographischen Umfeld des Vereins- Organisationssitzes zurückgreifen. Die Kaufkraft und das Bildungsniveau vor Ort (Vereins- oder Organisationssitz) sind demnach ebenfalls irrelevant.
Vergegenwärtigen wir uns nochmals die Prinzipien der Marktwirtschaft. Einerseits bestimmt das Angebot die Nachfrage, andererseits wird der Konsum mittelbar durch den Bedarf bestimmt. Die Politik hat maßgeblichen Einfluss auf die Bedarfsorientierung der Verbraucher und damit auch auf das Angebots- und Investitionsverhalten der Anbieter. Umgekehrt besteht ein wirtschaftliches Interesse an politischer Orientierung.
Worin bestehen also die maßgeblichen Unterschiede zwischen unserem, für viele Tierschutzvereine stellvertretenden, „TSV Nützt Alles Nix e.V.“ und politisch und/oder wirtschaftlich erfolgreichen Tier- und Naturschutzorganisationen? „Im Management“!
Wie jedes Wirtschaftsunternehmen, jede politische oder karitative Organisation, muss auch ein Tierschutzverein Markt- und Problemanalysen erstellen. Der Bedarf wird analysiert, Problemlösungen werden erarbeitet und Symptome/Probleme werden bis zum Erreichen einer Problemlösung, durch sachdienliche Maßnahmen begrenzt.
Betrachten wir die Probleme und das Verhalten unseres „TSV Nützt Alles Nix e.V. Genauer.
Primäre Probleme:
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ausgesetzte Tiere,
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Tierabgabe aufgrund wirtschaftlicher Notlagen,
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Tierabgabe aufgrund häuslicher Gewalt,
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Tierabgabe aufgrund überforderter Halter,
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Tierabgabe aufgrund unüberlegter Anschaffung (Fehlinformation / Informationsdefizite),
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Tierabgabe aufgrund mangelhafter Anerkennung als Sozialpartner,
Sekundäre Probleme:
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Fachkräftemangel,
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Arbeitskräftemangel,
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Platzmangel,
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drohende Zahlungsunfähigkeit,
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mangelhaftes Image,
Gegenmaßnahmen:
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man versucht höhere Zuschüsse von der Stadt/Gemeine zu bekommen,
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man versucht mehr Mitglieder zu werben, um mehr Mitgliedsbeiträge einzunehmen,
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man veranstaltet Flohmärkte, Weihnachtsbarsare, Tag der offenen Tür etc,
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man wirbt auf der Homepage und in der Lokalpresse um Geld- und Sachspenden,
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man versucht Rabatte beim behandelnden Tierarzt zu erreichen,
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bei kostenintensiven Behandlungen startet man Hilferufe in Internetforen und E-Mailverteilern,
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Mitarbeiter und/oder Sypatisanten versuchen im Fressnapfforum den Verein bekannt zu machen und die User zu motivieren, ihre „Tatzen“ dem Verein zu spenden
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Auf der Homepage können User eine virtuelle Kerze für Rex, Miezi oder Löffelchen entzünden und am Ende der, ebenfalls virtuellen, Regenbogenbrücke ist Die Welt dann wieder im Lot,
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eine echte Mark, besser gesagt, einen guten Euro macht man mit dem Import von Hunden des Partnervereins aus Absurdistan. Mit jeder Fuhre kommen fünf niedliche, leicht vermittelbare Hundchen an. Schnelles Geld. Manchmal ist ein auch alter, zerschundener und völlig verhaltensgestörter Hund dabei. Macht nichts. Was an dessen Schicksal nicht schlimm genug ist, wird hinzugedichtet. „Sex sales“- die Mitleidsmasche ebenso- das weiss man inzwischen.
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Gelegentlich gibt es größere Mengen Markentierfutter, gratis vom Hersteller. Dann, wenn eine neue Sorte auf den Markt kommen soll und noch Feldversuche betreffend der Verträglichkeit und Akzeptanz notwendig sind.
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Gelegentlich werden auch sämtliche Tiere gratis untersucht und ggf behandelt. Meist dann, wenn die Fa. XY Pharma neue Wirkstoffe einem Praxistest unterziehen möchte.
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Wirklich sparen kann der Verein bei der Tierkörperbeseitigung und bei alten, unvermittelbaren „Kampfhunden“. Die veterinärmedizinische Fakultät der Universität zu „Bad Merkt Nix“ hat sich als zuverlässiger Partner erwiesen.
Kurzbeschreibung: Der Verein bettelt, versucht mit einer kostenlosen (beep World oder ähnliche) Homepage und einem Design, das fast ausschließlich bildungsschwache Bevölkerungsschichten anspricht, über die Mitleidsmasche an Geld zu kommen, heult möglichst vielen Menschen und Institutionen ob der Schlechtigkeit der Welt die Ohren voll und prostituiert sich bei Futtermittelherstellern und Pharmakonzernen.
Selbstverständlich verhandelt fast jeder, ein Tierheim unterhaltender Tierschutzverein mit der Stadt oder der Gemeinde um Zuschüsse. Das gilt natürlich auch für solche Vereine, die ein Tierheim, dessen Eigentümer die Stadt ist, verantwortlich und stellvertretent führen. Auch Mitgliederwerbung, Veranstaltungen und sonstige Öffentlichkeitsarbeit ist notwendig, üblich und absolut legitim.
Auf keinen soll hier sämtlichen kleinen Tierschutzvereinen unterstellt werden, ihr Unvermögen über Internetforen oder Verteilerlisten öffentlich zu machen. Es ist auch nicht jede Homepage schlecht, nicht jeder Tierschutzverein handelt mit Auslandshunden oder beteiligt sich an illegalen importen. Verhältnismäßig wenige Vereine ziehen Nutzen aus Feldversuchen der Futtermittelindustrie, auch wenn viele, dem Deutschen Tierschutzbund angehörende Vereine, über Fahrzeuge der Fa. Friskies- erkennbar an den Whiskas- Katzenköpfen- verfügen, oder stellen ihre Tiere der Pharmazie oder Universitätsstudien zur Verfügung. Hier soll nur ein Querschnitt typischer Tierschutzvereine gezeichnet werden
Kommen wir auf die Kernprobleme und die Handlungsweise unseres TSV Nützt Alles Nix e.V und allen anderen Tierschutzvereinen zurück, und lassen Sie uns Vergleiche zu, im Sinne des Tierschutzes, der primären Aufgabe also, erfolgreichen Organisationen anstellen.
Folgende Probleme wurden bereits als „primär“ bezeichnet:
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ausgesetzte Tiere,
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Tierabgabe aufgrund wirtschaftlicher Notlagen,
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Tierabgabe aufgrund häuslicher Gewalt,
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Tierabgabe aufgrund überforderter Halter,
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Tierabgabe aufgrund unüberlegter Anschaffung (Fehlinformation / Informationsdefizite),
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Tierabgabe aufgrund mangelhafter Anerkennung als Sozialpartner,
Es stellt sich also die Frage, ob und wie diese Probleme durch einen Tierschutzverein zu lösen sind und welche Maßnahmen ergriffen werden können, die direkten Auswirkungen zu minimieren, bis das Problem gelöst ist. Tiere aufzunehmen und möglichst bald wieder in private Haushalte zu vermitteln löst zwar in einigen Fällen das Problem des Individuums, beseitigt aber die Ursachen oben genannter, sozialer und gesellschaftlicher Grundprobleme, in keiner Weise.
Das Tiere ausgesetzt werden, hat die gleichen Ursachen, aufgrund derer sie abgegeben werden.
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Abgabe/Aussetzung aufgrund wirtschaftlicher Notlagen. Verschiedene Projekte zeigen Ansätze mit Vorbildcharakter, dieses Grundproblem zu bekämpfen. So zum Beispiel das Projekt Hundedoc der Stiftung Sozialpädagogisches Institut "Walter May" Müllerstr. 74 (Lageplan)13349 Berlin (Bericht: Tierärztin mit Herz für Hunde und Obdachlose), oder der Verein Tiertafel Deutschland e.V. / Semliner Chaussee 8 / 14712 Rathenow. Ein großes Problem für die Tierschutzvereine/Tierheime ist die ständig wachsende Zahl von Arbeitslosengeld 2 (Harz IV) Empfängern. Beinahe täglich müssen Tierhalter ihre zu große oder zu teure Wohnung aufgeben und in Wohnungen umziehen, in denen die Tierhaltung untersagt ist. Die Tierheime Deutschlands werden allein durch „Harz IV“ mit vielen Hundert Tieren jährlich belastet. Eine geeignete Gegenmaßnahme wäre die Gründung von Tierschutz-Wohnungsbaugenossenschaften und Tierschutz- Wohnungsmaklergesellschaften. Einige Tierschutzvereine verfügen aus Erbschaften über Immobilien. Politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden hinsichtlich sozialen Wohnungsbaus wäre diesbezüglich einer der ersten Schritte. Eine weitere Möglichkeit, der Tierabgabe aufgrund wirtschaftlicher Not/Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken, wäre die Schaffung großer Tierschutzzentren oder Tierheimverbunde, in denen Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze geschaffen werden. Wenn bei Thyssen, Bayer oder Miele ein Koch arbeiten oder ausgebildet werden kann, warum kann dann ein Schreiner, Landschaftsgärtner, Maurer oder Betriebsschlosser nicht in einem Tierheimverbund arbeiten und/oder ausgebildet werden? Arbeit gibt es mehr als genug und der Bedarf ist aus jeder Perspektive heraus gesehen, vorhanden.
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Abgabe aufgrund häuslicher Gewalt. Es gibt keine Statistischen Erhebungen darüber, wie viele Tiere jährlich durch Gewaltexzesse innerhalb von Familien getötet werden. Auch nicht darüber, wie viele Frauen und Jugendliche, über welchen Zeitraum, Gewalt über sich ergehen lassen, um ihren einzigen sozialen Halt, ihre Tiere vor Misshandlung oder Tötung zu schützen. Auch die Zahl der Tiere, die zurückgelassen werden, wenn Frauen endlich doch in Frauenhäuser fliehen und sich Jugendliche, meist schwangere junge Frauen an entsprechende Beratungsstellen mit angeschlossenen Wohnheimen wenden, ist weitgehend unbekannt. Die tatsächlichen Zahlen dürften aber jeden Schätzwert deutlich überschreiten. Informationsverweise: LAG Autonomer Frauenhäuser Nordrhein-Westfalen /Postfach 500349/44203 Dortmund und viele andere unter dem Suchbegriff: Frauenhäuser. Tatsächlich ist kein einziges Frauenhaus und kein Aufnahmeheim für schwangere junge Frauen auf die Aufnahme von Tieren eingerichtet, noch ist Aufnahme von Tieren erlaubt oder möglich. Schon aus sozialen und psychologischen Gesichtspunkten drängt sich die Einrichtung „gesicherter“ Gnadenhöfe, Streichelzoos, Frauen- und Mädchen- Zufluchtsstätten mit der Möglichkeit zur art- und wesensgerechten Unterbringung von Hunden, Katzen und Kleintieren förmlich auf. Unterstützt durch Möglichkeiten zur „tiergestützten psychologischen Betreuung von Kindern und Jugendlichen“.
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Weitere, oben nicht erwähnte Gründe zur Abgabe/Aussetzung von Tieren sind erzwungene Umzüge alter oder behinderter Menschen in entsprechende Einrichtungen, in die Tiere nicht mitgenommen werden dürfen, oder beispielsweise die Geburt körperlich oder geistiger Kinder, Unfälle und/oder Krankheiten die zu erheblichen Behinderungen von Familienangehörigen führen. Auch in, als „sozial kritisch oder auffällig“ zu bezeichnenden Familien haben Tiere keine art- und wesensangemessene Zukunft. Tiermisshandlung, Aussetzung und Abgabe sind häufig die Folge. Auch hier ist der Tierschutz nicht nur gefragt, er sollte sich auch tatsächlich angesprochen fühlen und geeignete, vor allem soziale, Maßnahmen ergreifen. Jährlich belasten mindestens (persönlicher Schätzwert) 30.000 (in Worten: dreißigtausend) Tiere die Tierheime, aufgrund körperlicher, geistiger oder sozialer Behinderungen von Mitgliedern tierhaltender Familien.
Hier besteht eindeutig ein Bedarf, eine Marktlücke. Psychologische und pädagogische Betrteuung betroffener Menschen und deren Familien, und die Schaffung von Zukunftsperspektiven für die Betroffenen, unter Einbeziehung tierschutzrelevanter Aspekte, ist nicht nur werbeträchtig, es entspricht dem sich langsam aber stetig entwickelnden Zeitgeist und dem Verständnis einer, sich wandelnden Gesellschaftsordnung. Eine ethische und soziale und unbedingt nachahmenswerte Vorreiterrolle übernimmt in diesem Bereich der Verein SOS PROJECTS /für Mensch und Tier e.V. / Schönfeldstraße 21 / D-80539 München und tritt damit gleichzeitig den Beweis, dass es sich lohnt.
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