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Warum Tierheime versagen Teil 3 - Wirtschaftsunternehmen Tierschutzverein

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Tierschutzvereine entstehen im Prinzip aus immer den selben Gründen. Einige Menschen, nach deutschen Vereinsrecht müssen es mindestens sieben rechtsfähige Personen sein, haben zum Zeitpunkt X eine sehr ähnliche Vorstellung davon, wie welche Tierart geschützt werden sollte, in welcher Form ein Mangel vorherrscht und wie dieser Mangel behoben werden soll.

Auf den ersten Blick hat dies überhaupt nichts mit einem Wirtschaftsunternehmen zu tun. Die Motive sind karitativ, zumindest offiziell, der Verein stellt nichts her, erbringt keine geldwerten Leistungen, verfügt weder über eine klar definierte Zielgruppe, die als Kundenklientel geworben werden könnte, noch sieht er sich in der Lage, in irgendeiner Weise kundenbindende Maßnahmen zu ergreifen.

Auf den Punkt gebracht, möchte der Tierschutzverein XY jeder Person, die eigene Vorstellung vom idealen Umgang mit den Tierarten eins und zwei und den Arten sechs bis neun in einer Weise aufdrängen, das sich jede Person genau diese Vorstellung zu eigen macht. Man möchte seine Arbeit, möglichst unbehelligt von Normen, Rechtsvorschriften und jeder Einmischung Andersdenkender verrichten und erwartet dafür Lobpreisung und selbstverständlich Geld.

Das Mag für eine Sekte, wenn auch nicht unbedingt legitim, durchaus die passende Denkweise sein. Ein Tierschutzverein muss an dieser Denkweise unweigerlich scheitern. Das beweisen die zahllosen kleinen Tierschutzvereine, die sich ständig am politischen und finanziellen Abgrund bewegen und deren Engagement nahezu immer wirkungsneutral bleibt.

Lassen Sie uns das „Wirtschaftsunternehmen Tierschutzverein“ mit anderen Branchen vergleichen.

Produkt und Leistung:

Nahezu jedes Unternehmen verfügt über eine bestimmte Produktpalette, bestimmte Dienst- und Serviceleistungen und ist bemüht, ein bestimmtes Produkt für einen bestimmten Kundenkreis, attraktiv zu machen. Dabei sind bestimmte Produkte und Leistungen für den Kunden attraktiver und für den Hersteller/Dienstanbieter gewinnbringender bzw. verlustreicher als andere Produkte und Leistungen.

Ein Produkt oder eine Dienstleistung kann durchaus für den Kunden attraktiv sein, dem Hersteller/ Dienstleister aber geringe Verluste beibringen. So lange das Produkt/ die Dienstleistung den Kunden an das Unternehmen bindet und zum Kauf von gewinnbringenden Produkten und Leistungen animiert, wird sich ein Unternehmen hüten, das Produkt oder die Leistung aus dem Angebotssortiment zu nehmen.

Grundsätzlich jedes Unternehmen das am Markt bestehen will, muss so handeln und handelt auch so.

Der Tankstellenpächter, der neben Benzin auch Tabak- und Süßwaren verkauft, Kraftfahrzeugreparaturen, Tüvvorführungen und Autowäschen anbietet, hält sich an dieses Prinzip ebenso, wie der Versicherungskonzern der neben der Autohaftpflicht- und Lebensversicherung auch Investmentfonds anbietet, Aktien ausgibt, Anteile an Großunternehmen aller zukunftsträchtigen Branchen und Immobilien erwirbt und vieles mehr.

Ein Tierschutzverein ist zwar kein Wirtschaftsunternehmen in diesem Sinne und darf, sofern er als gemeinnützig anerkannt ist, auch nicht ausschließlich Gewinnorientiert arbeiten. Marktwirtschaftlichen Prinzipien und den Gesetzen von Angebot und Nachfrage ist aber auch ein Tierschutzverein unterworfen. Und hier scheitern die Tierschutzvereine schon an ihrer eigenen Denkungsweise. Man braucht und will Geld um ein unattraktives Produkt ohne kalkulierbaren Wert zu verwalten. Bei sehr vielen Tierschutzvereinen endet schon hier das Denken und Handeln.

Produkt Tier


Schauen wir uns das Produkt Tier genauer an. Der Markt ist übersättigt mit dem Produkt Tier- gleich welcher Art. Dem „Produkt“ können keine bestimmten Eigenschaften zuerkannt werden, das Produkt ist nur gebraucht erhältlich und weist nahezu grundsätzlich leichte bis schwerwiegende Mängel auf, die Unterhaltskosten übersteigen grundsätzlich den Kaufpreis und/oder Sachwert und neue Märkte können nicht erschlossen werden. Das Angebot übersteigt die Nachfrage um ein vielfaches.

Das Produkt Tier ist also ein Minusgeschäft. Allerdings ist dieses Produkt nun einmal auf dem Markt und wird aus den verschiedensten Gründen auch nicht vom Markt genommen werden. Dadurch entstehen Kosten und ein extrem hoher Bedarf an Dienstleistungen. Die Unkosten müssen getragen und die Dienstleistungen erbracht werden. Und das sind eben Tierschutzvereine und Tierrechtsvereinigungen verschiedener Bereiche.

Dienstleistung Tierschutz


„Die Dienstleistung Tierschutz“ wird der Gesellschaft erbracht, in dem ein Tierschutzverein dazu beiträgt, unkontrollierte Populationen zu verhindern bzw. einzuschränken, ermöglicht durch die Aufnahme von sichergestellten Tieren, rechtspflegende und rechtssichernde Maßnahmen von Behörden, ist im Idealfall beratend und erzieherisch tätig und bewahrt durch die Abgabemöglichkeit von Tieren, Menschen davor, unfreiwillig straffällig zu werden und Tiere davor, hilflos auf der Strasse zu enden.

Dies sind nur einige Eckpunkte der Tierschutzarbeit, die aber deutlich machen, dass Tierschutzvereine sehr wichtige Dienstleistungen erbringen- sollten.

Im ersten und zweiten Teil dieser Artikelserie habe ich bereits deutlich gemacht, dass viele Tierschutzvereine ihre Aufgaben nicht oder nur unzureichend erfüllen. „Die Dienstleistung“ wird also nicht erbracht. Nicht erbrachte und qualitativ minderwertige Leistung wird aber nicht bezahlt und erst recht nicht belohnt. Genauer gesagt, werden der Unwille und das Unvermögen der Tierschutzvereine, dienstleistungsorientiert, qualifiziert und erfolgsorientiert zu arbeiten, durch mangelhaftes Verständnis, mangelhafte Akzeptanz und in dramatischem Ausmaß rückläufige Spendenbereitschaft, bestraft. Für die Bereitschaft zur ehrenamtlichen Mitarbeit gilt das ebenso.

Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Tierschutzvereinen sind eklatant. Ein Tierschutzverein stampft, ausschließlich durch Spenden finanziert, ein Vorzeigeprojekt mit Platz für 500 Tiere in der Ukraine aus dem Boden, ein weiterer baut für rund 500.000,- Euro eine neues Hundehaus und der nächste Verein kann weder die Tierarztrechnungen bezahlen, noch das vom Schimmel befallene Katzenhaus renovieren.

Wie aber kommt es zu derart eklatanten Unterschieden? Kann und will man sie tatsächlich nur mit der Größe des Standortes und der damit verbundenen Bevölkerungszahl oder der Mitgliederzahl des Vereins beantworten? Ist nur oder auch die wirtschaftliche Lage der Region ausschlaggebend? Oder liegt es in der Hauptsache an der Denk- und Arbeitsweise der Tierschutzvereine selbst?

Lassen Sie uns die tragenden Faktoren eines erfolgreichen Wirtschaftsunternehmens/Dienstleisters zusammenfassen und analysieren.

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Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter
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Qualifizierte und qualitativ hochwertige Arbeit
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Qualifizierte Kundenberatung und Kundenbetreuung
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Angebot marktreifer und marktgerechter Produkte
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Werbung
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Geschäftsbeziehungen

Der Unternehmensleitung kommen dabei vorrangig folgende Aufgaben zu
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Personalmanagement
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Mitarbeitermotivation
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Kundenwerbung und Kundenbindung
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Produktmanagement
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Wirtschaftlichkeitsprüfung
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Aufbau und Pflege von Geschäftsbeziehungen

Beginnen wir mit der Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter.

Kaum ein Tierheimmitarbeiter verfügt über eine abgeschlossene Ausbildung zum Tierpfleger oder eine vergleichbare, gar bessere Qualifikation. Aber selbst wenn die fachliche Qualifikation, ob durch eine Berufsausbildung oder praktischer Erfahrung erworben, vorhanden ist, sagt dies zunächst noch nichts über die persönliche Qualifikation und Konstitution aus, die durch die Tierheimarbeit abverlangt wird. Ein wichtiges Kriterium ist hierbei die emotionale Überforderung, bedingt durch die tägliche Konfrontation mit dem Tierelend und dem damit einhergehenden Gefühl der persönlichen Hilflosigkeit und Aussichtslosigkeit der Gesamtsituation. Häufig resultiert daraus eine Fokussierung auf eine bestimmte Umgangsweise mit einem bestimmten Typ von Tieren. So zum Beispiel Hunde mit bestimmter Vergangenheit oder bestimmten psychischen oder physischen Leiden. Die Folge ist nicht selten die Idealisierung bestimmter Vorgehensweisen und die Etablierung persönlicher Ideale, die gerade die im Tierschutz zwingend notwendige Flexibilität im Umgang mit den Tieren fast vollständig unterbindet. In der Konsequenz führt das dazu, dass Leiden der Tiere nicht mehr erkannt oder fehlinterpretiert wird, das Verhalten der Tiere unter dem Einfluss eigener Empfindungen interpretiert wird und somit jeder Bezug zur Realität verloren geht. Gute, also rein bedarfsorientierte Tierschutzarbeit verkommt zum Helfersyndrom mit desaströsen Folgen für die Tiere.

Eine vorbehaltlose Beurteilung der individuellen Bedürfnisse, Besonderheiten und Verhaltensmuster der Tiere, ist unter solchen Umständen unmöglich und führt zu einer Vermittlungspolitik, die zumindest am Bedarf der Tiere vorbeigeht.

Ein weiterer, entscheidender Faktor ist das soziale und emotionale Niveau der Mitarbeiter.

Es ist schlicht und einfach eine traurige und beschämende Tatsache, dass im aktiven Tierschutz, also im Bereich der Pflegestellen und Tierheime, ein extrem hoher Anteil von Menschen arbeitet, die denkbar ungeeignet sind. Einige haben überhaupt keine persönliche Beziehung zu Tieren, sind hoffnungslos ungebildet und auch psychisch kaum belastbar. Sie können einfach nichts anderes als Vogelvolieren, Katzentoiletten, Hundezwinger und Pferdeställe zu reinigen. Andere, in erster Linie private Pflegestellen, betreuen Tiere zu Hause zwischen Haushalt und Kindererziehung und zwischen Ehepartner und Beruf. Betreut werden meist nur bestimmte Tierarten einer bestimmten Größe und einem bestimmten Charakterbild. Mit nahezu jeder Abweichung vom „idealen Pflegetier“ ist Schluss und die Verantwortung wird auf den nächsten „Tierschützer“ abgewälzt.

Wieder andere bringen zwar eine gewisse Qualifikation mit, sind aber mehr an der Verwirklichung eigener Vorstellungen vom idealen Tierschutz und idealen Haltungsbedingungen der Tiere interssiert, als an der Wirklichkeit. Und schlussendlich arbeitet im Tierschutz auch nicht zu unterschätzender Anteil von Menschen mit psychologischen Auffälligkeiten, die teilweise schon klinische Größenordnungen erreichen. Diese reichen von einfacher Vermenschlichung von Tieren, über Beziehungs- und Konfliktunfähigkeit im Umgang mit Menschen, bis hin zum krankhaften sammeln von Tieren. Diese Menschen finden sich in allen Bereichen. Angefangen bei der privaten Aufnahme von ungewollten Abgabetieren, bis hin zur Tierheimleitung.

Eine qualifizierte Kundenberatung und Kundenbetreuung ist mit solchen Leuten nicht erreichbar.

Marktreife und marktgerechter Produkte und Dienstleistungen.

Es kann und will sich wohl niemand der Erkenntnis verschließen, dass Tierheimtiere beim besten Willen kein marktgerechtes Produkt sind und das die oben beschriebenen Dienstleistungen von öffentlicher Seite kaum honoriert und von, im Tierschutz selbst nichtengagierten Menschen, überhaupt nicht bewusst als Dienstleistung wahrgenommen wird. Wahrnehmbare und für potenzielle Kunden/Mitglieder attraktive Dienstleistungen und Produkte werden aber von kaum einem Tierschutzverein angeboten. Auch findet sich nur selten ein Tierschutzverein, der sich in, für die breite Öffentlichkeit und/oder öffentliche Institutionen, attraktiven Bereichen engagiert.

Hier trägt wieder die Fokussierung auf die direkte Pflege und Weitervermittlung von Tieren, Kurzsichtigkeit, menschliche Inkompetenz, Phantasielosigkeit und mangelhafte Qulifikation in der unterschiedlichsten Bereichen. Über den Tierschutz gerät Wirtschaftlichkeit und wirtschaftliches Denken in Vergessenheit. Besser ausgedrückt, was nicht gestreichelt und geknuddelt werden kann, interssiert kaum jemanden, der im Tierschutz engagiert ist.

Diese Haltung ist eindeutig mitverantwortlich für das eher mangelhafte Interesse am Tierschutz und den Rückgang der Spendenbereitschaft.

Das es auch anders geht zeigen einige wenige Tierschutzvereine. Sie bieten Hundetraining unter fachlich kompetenter Leitung an, engagieren sich im Umweltschutz, unterhalten alternative Biohöfe oder bieten Ausbildungsplätze für behinderte Menschen an. Manche Vereine lassen von Mitgliedern Hunde-oder Katzenspielzeug fertigen, Bilder malen oder Tischdecken häkeln, die dann an geeigneter Stelle verkauft oder versteigert werden. Die Grundidee ist gut, der Ertrag ist meist erbärmlich.

Es stellt sich die Frage, warum Tierschutzvereine keine attraktiven Produkte oder Dienstleistungen anbieten oder mit finanziell stabileren und für die Öffentlichkeit interessanteren Institutionen cooperieren. Möglichkeiten gäbe es mehr als genug.

So könnte beispielsweise hochwertiges Zubehör für Tiere, angefangen von der Hundeleine bis hin zum Nagergehege in Werkstätten für behinderte Menschen oder in Gefängniswerkstätten produziert und in eigenen Shops verkauft werden. Neben dem finanziellen Gewinn käme noch öffentliche Anerkennung und die eine oder andere Geschäftsbeziehung dazu. Der Werbefaktor wäre auch nicht zu unterschätzen.

Es könnten Hundeschulen betrieben werden und Hundetrainer ausgebildet, Seminare zur Themen der Tierhaltung, der Gentechnik und der biologischen Landwirtschaft abgehalten werden, es könnten Blindenhunde, Behinderten-Begleithunde und Hunde für die tiergestützte Therapie von Kindern und alten Menschen ausgebildet werden.

Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, in Abhängigkeit von der Fachrichtung und dem jeweiligen Cooperationspartner, Projekte zu installieren, die entweder über direkten Gewinn, oder über den Gewinn aus Mitgliederzuwachs und Werbeträchtigkeit, das primäre Ziel, den Tierschutz zu finanzieren.

Im Bereich des Auslandstierschutzes in Osteuropa würde sich die Zusammenarbeit mit kirchlichen Verbänden im Bereich der Betreuung von Strassenkindern anbieten.

Im Bereich tiergestützter Therapie wäre eine Zusammenarbeit mit Versicherungsträgern denkbar und im Bereich der biologischen Tierhaltung und Landwirtschaft wären Landwirtschaftsverbände mögliche Partner.

Werbung und Geschäftsbeziehungen sind das A und O. Ein Verein oder ein Unternehmen dessen Tätigkeitsschwerpunkt uninteressant oder dessen Tätigkeit qualitativ mangelhaft ist, wird keine Beachtung finden und somit auch weder Mitglieder/Kunden, noch Geschäftspartner gewinnen. Damit sind wir wieder am Ausgangspunkt, dem Produkt, der Dienstleistung und deren Qualität.

Nehmen wir folgenden Fall an:
Familie Müller-Beispiel, Vater, Mutter, zwei Kinder im Alter von 4 und 7 Jahren, das jüngere Kind ist geistig leicht behindert, sucht im Tierschutz nach einem Hund. Die Familie hat kaum Erfahrung mit Hunden und auch keine konkrete Vorstellung von dem zukünftigen Familienmitglied. Kinderlieb soll er sein, robust und gutmütig, weil die ältere Tochter oft Freunde zu Besuch hat und der behinderte Sohn motorische Probleme. „Süss“ soll er sein und weder zu groß noch zu schwarz, weil die Nachbarn Angst vor dem Hund haben. Ein für ein Tierheim ganz normaler Wunsch einer ebenso normalen Familie.

Was wäre das Ideal?

Zunächst das Informationsgespräch. Der Tierheimmitarbeiter kann nicht nur die Hunde sehr gut beurteilen, er verfügt auch über die menschliche Kompetenz, die Familie und das, der Familiensituation entsprechende Stresspotenzial richtig einzuschätzen. Im Bezug auf das behinderte Kind ist ein Mitarbeiter vor Ort, dem das Krankheitsbild des behinderten Kindes zumindest nicht unbekannt ist und kann mit spezifischen Fragen und Erklärungen einen positiven Einfluss auf die Tiervermittlung nehmen.

Gemeinsam wird der passende Hund ausgesucht bzw. die Familie auf ein anderes Tierheim aufmerksam gemacht, in welchem ein passender Hund betreut wird.

In diesem Tierheim gibt es einen passenden Hund, der allerdings nicht den ursprünglichen Vorstellungen der Familie, betreffend der Größe und Fellfarbe/Länge entspricht. Das Beratungsgespräch wird fortgeführt und in dessen Verlauf wird Familie Müller-Beispiel dazu eingeladen, mit dem von dem Tierheimmitarbeiter vorgeschlagenen Hund, an einer kostenfreien Trainingsstunde in der tierheimeigenen Hundeschule teilzunehmen und ein Seminar über artgerechte Haltung und Verhalten teilzunehmen. Die Familie nimmt diese, schon in eigenem Interesse, dankend an. Das Training mit dem Hund und das Seminar begeistern Familie Müller-Beispiel und der Hund bekommt ein neues Zuhause.

Famile Müller-Beispiel besucht regelmäßig die tierheimeigene Hundeschule und wird dabei auf das Training der Behinderten-Begleithunde und den tierheimeigenen Shop aufmerksam, den das Tierheim zusammen mit der stadteigenen Werkstatt für behinderte Menschen betreibt. Hauptsächlich ist das Training der Behinderten – Begleithunde für Familie Müller-Beispiel interessant, über das sie auch Kontakte zu anderen Eltern behinderter Kinder knüpft.

Familie Müller-Beispiel ist begeistert von der Arbeit und dem Engagement des Tierschutzvereins und wird Mitglied. Die Familie wurde durch die fachlich kompetente Beratung positiv beeindruckt. Einen ebenso positiven Eindruck hinterließen die Seminare, das Hundetraining und das soziale Engagement des Tierschutzvereins.

Herr Anton Müller-Beispiel ist Fachanwalt für Steuer- und internationales Handelsrecht, Frau Berta Müller-Beispiel Chef-Sekretärin in einer Agentur für Webdesign und Mediengestaltung.

Überzeugt von der qualitativ hochwertigen Arbeit des Tierschutzvereins, übernimmt die Kanzlei des Herrn Anton Müller-Beispiel, nach Absprache mit dem Vereinsvorstand, künftig die Rechtsberatung des Tierschutzvereins.

Partner in der Kanzlei Anton Müller Beispiel sind u.a. ein Fachanwalt für Sozial- und Arbeitsrecht sowie ein Anwalt für Tierschutz- und Medienrecht.


Der Tierschutzverein verfügt künftig nicht nur über eine, alle primären Rechtsbereiche abdeckende Rechtsberatung und Rechtsvertretung, über das Klientel der Kanzlei werden auch Größen aus Politik und Wirtschaft auf den Verein aufmerksam, und unterstützen diesen.

Über die Agentur, in der Frau Berta Müller-Beispiel arbeitet, können wichtige Kontakte zu Fernsehsendern und Printmedien und deren Kunden geknüpft werden.

Auch wenn dieses Beispiel fiktiv ist, so verdeutlicht es die Priorität kompetenter, fach- und sachorientierter Arbeit. Die Moderne Gesellschaft ist auf Sicherheit und Service geprägt, und nur durch Befriedigung dieses Anspruchs, sind Werbung und die damit verbundenen Geschäftsbeziehungen erst möglich.

Gegenbeispiel(e)
Familie Müller-Beispiel sucht bei anderen Tierschutzvereinen nach einem Hund

Verein 1.
Familie Müller-Beispiel wird sofort abgewiesen weil, sie sich, hundeunerfahren, ausgerechnet für einen „schwierigen“ Tierheimhund interessiert.

Verein 2.
Familie Müller-Beispiel wird sofort abgewiesen, weil, sie noch keine konkrete Vorstellung von dem potenziellen Familienhund hat.

Verein 3.
Familie Müller-Beispiel wird sofort abgewiesen weil, ein behindertes Kind eine zu große Belastung für die Familie und den Hund darstellen würde.

Verein 4.
Familie Müller-Beispiel wird sofort abgewiesen weil, zwei Kinder + Freunde viel zu viel Stress für den Hund bedeuten würden.

Verein 5.
Familie Müller-Beispiel wird sofort abgewiesen weil, deren Berufstätigkeit für den Hund nicht tragbar wäre.

Verein 6.
Familie Müller-Beispiel wird sofort abgewiesen weil, sie eine Hundeschule besuchen möchte, mit deren Betreiber die Tierheimleitung nicht einverstanden ist.

Verein 7.

Familie Müller-Beispiel wird sofort abgewiesen weil, sie dem Hund nicht täglich die Zähne putzen will und lieber zum Tierarzt, als zum Tierhomöopathen gehen möchte.

Verein 8.
Familie Müller-Beispiel wird sofort abgewiesen weil, sie bei Abhandenkommen des Hundes keinen „Tierkommunikator“ einschalten würde.

Verein 9.
Familie Müller-Beispiel wird sofort abgewiesen weil, kein Hund den Vorstellungen der Familie entspricht.

Verein 10.

Familie Müller-Beispiel wird sofort abgewiesen weil, der Gartenzaun zu niedrig ist und der Hund weglaufen könnte.

Verein 11.

Familie Müller-Beispiel wird sofort abgewiesen weil, der Gartenzaun zu hoch ist und somit die Kommunikation des Hundes mit seinem Umfeld beeinträchtigt wäre.

Verein 12.
......

Verein 13. „Freitag“.

Familie Müller-Beispiel hat mit dem Tierschutz und seinen Tierschützern ihre Erfahrung gemacht. Immer wieder begegnete sie Tierpflegern,Tierheimleitern und Pflegestellen, die vielleicht tierlieb sind, sich aber kaum vernünftig artikulieren konnten, eine flexible Denkungsweise vermuten ließen, noch bereit waren, dass Dogma ihrer eigenen Vorstellungen in Frage zu stellen.

Familie Müller-Beispiel ist desillusioniert und verschwendet keinen weiteren Gedanken daran, ein Tier aus dem Tierschutz zu übernehmen. Bei gelegentlichen Diskussionen über Tierschutz, vermitteln Herr Anton Müller-Beispiel und Frau Berta Mülle-Beispiel, ihren Eindruck vom Tierschutz bzw. der Arbeit von Tierschutzvereinen, ihren Klienten und Kunden.

Das positive Beispiel ist reine Fiktion, ebenso wie der Tierschutzverein. Selbstverständlich gibt es Tierschutzvereine, die sich auch in Bereichen des Umwelt- und Artenschutzes engagieren, mit sozialen Einrichtungen cooperiren oder Arbeitsplätze schaffen oder politisch engagiert sind. Ihr Anteil unter den Tierschutzorganisationen ist aber verschwindent gering. Das Engagement beschränkt sich auch meist auf ein bestimmtes Gebiet. Zum Beispiel Tier- und Umweltschutz, Tierschutz- und Auslandstierschutz, Tierversuche und Gentechnik, Natur- und Wildtierschutz etc.

Die Ralität spiegelt sich in den genannten Negativbeispielen. Kaum ein Interessent für ein Tier aus dem Tierschutz, der nicht über vergleichbare Erfahrungen berichten könnte.

Man kann es drehen und wenden wie man will, ausschlaggebend für den Erfolg einer Tierschutzorganisation, unabhängig deren Spezialisierung, ist immer, wie auch bei jedem Wirtschaftsunternehmen, die Attraktivität des Angebots. Die Attraktivität ist wiederum abhängig von der Qualität und der Popularität des Produktes, der Werbeträchtigkeit und dem subjektiven Bedarf.

Ein Markt muss entweder mühsam und investitionsintensiv erschlossen, oder alternativ, analysiert und befriedigt werden. Um aber überhaupt, strategisch wie auch menthal gerüstet zu sein, kann nur eine Devise Gültigkeit haben: „Think Big“.

Konzernriesen der Lebensmittelbrange machen es vor.
„Aldi“- Süd, Nord und Holland setzen auf Masse und Qualität aus regionaler Produktion, ergänzen durch Trendprodukte aus der Biowelle und erlangen enorme Gewinne durch Non-Food Produkte.

Die Kette, „Deutscher Supermarkt“ unterhält neben Supermärkten mit einem Sortiment von Markenprodukten erster Qualität, auch Lebensmitteldiscounter mit einem wechselden Sortiment von Non-Food Produkten. Das dritte Standbein, die Biowelle, wird in beiden Marktformen gefördert und etabliert.

Wenn auch in einer völlig anderen Branche, geht der internationale Konzern Daimler-Chrysler den gleichen Weg. Neben einem, nahezu jeden Bedarfsbereich des Automobilbaus abdeckenden Angebots, befriedigt Daimler-Crysler vor allem das Bedürfnis nach Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. Letztere Position mag diskussionswürdig sein.

Große Umwelt- Natur- und Tierschutzorganisationen wählen den, im Prinzip gleichen Weg, wie internationale Konzerne. Sie analysieren, iniziieren und produzieren einen Bedarf, um einen Markt zu befriedigen bzw. zu schaffen, der genügend Geld einbringt, das primäre Ziel zu erreichen. Im Fall internationaler Konzerne ist das die Vermarktung des Produktes XY, im Fall von Tier- Umwelt- und Naturschutzorganisationen ist das die Vermarktung des Tier- Umwelt- oder Naturschutzes.

Tier- Umwelt- und Naturschutzorganisationen (Konzerne) Wie GREENPEACE, PETA, NABU, WSPA oder der WWF, machen sich dieses System zu Nutze. Unabhängig der idiologischen und primären Zielsetztung, decken diese Organisationen mehrere, populäre Bedarfsbereiche ab. Greenpeace Hauptengagement ist das ökolologische Gleichgewicht, der Erhalt von natürlichen Lebensräumen und der Artenschutz. Neben den Zielsetzungen hat ein medienwirksames, werbeträchtiges Auftreten im Rahmen von spektakulären Aktionen, einen hohen Stellenwert.

NABU hat grundsätzlich ähnliche Ziele wie Greenpeace, konzentriert sich aber mehr auf Jugendarbeit, Information und Regionalpolitik.

WSPA ist international engagiert, verfügt über eine Fülle von Mitgliedsorganisationen und Vereinen der unterschiedlichsten Aufgabenstellungen, und ist dadurch auch im aktiven Bereich, zum Beispiel bei Umweltkatastrophen sehr flexibel und nahezu ohne Zeitverlust einsatzfähig. Aus die Größe der Organisation, dem breit gefächerten Spektrum an selbstgestellten Aufgaben und der enormen Aktionsfähigkeit, erwächst auch ein, nicht zu unterschätzender Einfluß auf die Politik.

Der WWF setzt weniger auf medienwirksame Aktionen, als auf politische Einflußnahme durch politische und aktive Zusammenarbeit mit Regierungen. Der WWF bildet- und rüstet Wildhüter für Sibiren aus und hat dabei die Unterstützung der Regierung in Moskau, der Tierschutzverein „Streunerhunde Novosibirsk“ (Name fiktiv) gelangt nicht mal ins Vorzimmer des Bürgermeisters.

PETA setzt in erster Linie auf eine aggressive Informationspolitik, aggressive Aktionen und die Installierung von Sekundärprojekten, wie Tierheimen. PETA kann dabei auf ein enormes Potenzial von idiologisch motivierten Mitgliedern und allzeit bereiten Extremisten zurückgreifen. Wahrheiten werden dabei medienwirksam aufgearbeitet und Aktionen ebenso medienwirksam iniziiert. Dabei ist jedes legale und, je nach persönlicher Einstellung, legitime Mittel recht.

Welcher Vereins- oder Organisationspolitik die genannten und vergleichbaren Organisationen auch betreiben, sie nutzen dabei marktstrategische, manipulationspsychologische und politischer Mechanismen. Durchaus legitime Mittel, das Produkt, Idiologie, Meinung oder Weltanschauung zu verkaufen und Machtbereiche zu schaffen, die den Verkauf / die Verbreitung des Produktes fördern.

Missverstanden oder überhaupt nicht verstanden, wird dieses Prinzip von dem überwiegenden Teil der Tierschutzvereine- und Organisationen, die sich auf ein, oder nur wenige Sachgebiete in ihrer Region, oder international, auf eine bestimmte Zielsetzungen im Auslandstierschutz konzentrieren.

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