Leider begegne ich auf dem "Cyberweg" via Internet und auch mal am Telefon auch anderen Leuten, überwiegend Frauen aus Westeuropa, die aus Südeuropa Tiere „retten“. Menschen, die es in ihrem Leben eher selten zu etwas gebracht haben, dafür jetzt voll im Tierschutz "aktiv" sind. Psychologen würden bei mehreren Leuten dieses Klientells vom psychologischen Störungen wie Boderline-Syndrom oder Helfersyndrom sprechen . Nicht wenige davon auch offensichtlich mit dem Hintergedanken, sich via spanische Perrerahunde noch etwas die laue Hartz-VI Haushaltskasse aufzufrischen. Oder Leute, die im Hau-Ruck-Prinzip Hunde und Katzen aus Tötungsstationen "retten", ohne sich an die grundlegende Gesetzgebung oder einfachsten Präventivmaßnahmen zum gesundheitlichen Schutz der Tiere zu halten.
Nur ein Beispiel:
Noch beim Einladen zum Transport werden die Tiere geimpft, und das kann im wahrsten Sinne des Wortes tödliche Folgen haben. Da muss dann das Tier eng eingezwängt in der meist überbelegten Transportbox, nahe dem Hitzestau und verängstigt auch noch eine Impfreaktion durchmachen? Und abgesehen davon, solche getürkten Pässe sind von den Behörden durch einen sehr einfachen Labortest schnell nachweisbar (die Tierschützerin die besagten Transport nicht fahren wollte, wurde hier in Spanien von genau diesen Damen dann aufs schwerste angegriffen). Und dazu kommt noch, dass diese Tiere eigentlich dann noch "ungeimpft" in D ankommen und somit ein kaum kalkulierbares Infektionsrisiko für sich und andere Tiere darstellen. Und wenn dann irgendwann mal ein Auslandstierschutzhund in D die Tollwut aufliest, weil er nicht sachgemäss oder überhaupt nicht geimpft wurde, dann werden sicher auch die D Grenzen dicht gemacht, genau so wie es Belgien vorhat. Was in Belgien passiert, haben wir dem "Hausfrauentierschutz" zu verdanken, den Damen, die mit der Jammernummer auf der "morgen wird er getötet" Welle reiten und mit ihrer emotionalen Erpressung so zu Kompulsivadoptionen aufrufen.
U.a. werden auch Listenhunde als Boxermix getarnt, in Transporten mitgegeben, wissentlich gegen geltende Einfuhrbestimmungen verstossend und gerade in Frankreich oder Deutschland, in den meisten Bundesländern, somit für den Fahrer des Transportes ein immenses Risiko und sogar eine Gefängnisstrafe bedeuten kann. Zur Sicherheit des geretteten Hundes werden die spanischen Fahrer gerne unwissend gelassen... O-Ton: „dann sind sie weniger nervös an der Grenze und fallen weniger auf“...
Und endlich nach viel zu langer Fahrt (zb Badajoz nach Nordeutschland), wären ja laut Routenplaner schon weit über 30std Fahrtzeit..., hier wird dann wieder mein „Lieblingsspruch“ losgelassen: „bei der Fahrt müssen die Tiere halt noch ein bisschen leiden, aber nachher haben sie’s ja für immer Schön“. Dieser Spruch zeigt genau, wozu die Leute im Namen des Tierschutzes fähig sind und leider nicht zum Wohle der Tiere!
Aber wo, wenn dann der Transport endlich angekommen ist, werden dann die Tiere vermittelt? Im Internet angeboten, man ruft an, fragt nach und bekommt gesagt, dass am Tag X an der Raststätte Y ein Spanientransport ankäme, wo man sich gegen Barzahlung einen Hund aussuchen kann der ja sonst in der Perrera gestorben wäre. Die Begriffe Tötungsstation oder Perrera werden x-Mal repitiert und auch, dass er ja sonst gestorben wäre... und der ahnungslose Adoptant will natürlich helfen..., dass die Adoptanten dann aber oft total alleine gelassen werden, nach der Adoption, dass sie keine Hilfe bekommen, bei Tieren die Verlassensängste haben oder Verhaltensprobleme, das kommt alles noch dazu. Resultat dieser Zack-Zack- Vermittlungen sind oft entweder, dass das Tier nach wenigen Tagen im örtlichen Tierheim landet oder vom Verein oder der Gruppe in weitere genauso schlecht vorbereitete Hände gegeben wird. So landen gewisse Hunde bis in zu 5 Pflegefamilien und sind dann natürlich voll durch den Wind. Und da man ja Platz braucht für die nächsten Todeskandidaten und alle Hunde weg müssen, wird schamlos, eine fast 80 Jahre alte Oma, „überredet“, doch einen „Spanier“ zu adoptieren, er brauche ja nicht viel Auslauf und wolle nur Liebe. Dabei wird natürlich nicht vergessen, die sogenannte „Schutzgebühr“ von meist 250-300 Euro einzukassieren. Wenn dann die alte Dame Probleme mit dem angeblich so ruhigen Hund hat, wird sie dafür noch von den „Tierschützern“ angemotzt. Sie solle sich nicht so anstellen, das wird schon noch besser..., es hatte übrigens weder Vor- noch Nachkontrollen stattgefunden.
Dazu kommt, wie eine Nürnberger Tierärtztin sehr gut sagt, dass es sogenannte Private Pflegestellen rechtlich gar nicht gibt und eine Pflegestelle eigentlich auch einen Fähigkeitsausweis haben müsste, wie es zB. Tierpfleger in einem Tierheim oder einer Tierpension haben sollten ( Diese Regelung wurde zum Nachteil der Tiere und mit einhergehender Begünstigung illegaler Importe, nicht gemeldeten Tierhandel und Steuerhinterziehung im Oktober 2008 durch das Bundesverwaltungsgericht gekippt. Anmerkung der Redaltion). Da werden wieder mit viel emotionalem Druck meist Hausfrauen rekrutiert, darum gebeten, doch mal 1-2 Hunde aufzunehmen, viele davon sind selbstverständlich sehr tierfreundliche Menschen mit Herz und Verstand für Tiere, aber im Notfall tut’s ja auch eine 22jährige Mutter von bereits 3 Kids, arbeitslos und in einer Plattenbausiedlung lebend, der man dazu dann noch Galgowelpen in Pflege gab...
Resultat solcher oft ausschliesslich auf der emotionalen Schiene gerittenen adoptionen oder Pflegeverträgen sind die extrem häufigen Notrufe: HILFE, UNS IST HUND XXX ENTLAUFEN, ER WAR ERST GESTERN VON EINEM 30STD TRANSPORT IN D ANGEKOMMEN! Oder WER KENNT DIESEN WINDHUNDMIX? HAT SPANISCHEN CHIP, DER ABER NICHT REGISTRIERT WURDE?
Da offensichtlich jeder Tierschutz machen darf, ohne jedwelcher Kontrolle, ohne einen Fähigkeitsausweis haben zu müssen und ohne jemals in Spanien gewesen zu sein, Tiere lastwagenweise nach D karrt, die dann leider immer öfter in sehr sachunkundigen Händen oder in Tierheimen und sogar auf der Strasse landen, sollte man sich vielleicht wirklich mal fragen, ob besagte Damen und Herren sich nicht lieber einen Job bei Billigdiscountern an der Kasse suchen sollten.
PS: selbstverständlich gibt es super gut arbeitende Vereine und Privatinitativen, die mit viel Sachverstand und Tierliebe am Werk sind und diese sollten wir alle unterstützen.
Was noch anfzufügen wäre... Wir schlagen eine Datenbank vor, wo jedes Tier VOR der Ausreise registriert werden sollte, mit Foto und Chipnummer und Ursprungs-Tierheim, so könnte man erstens kontrollieren, wer wieviele Tiere wohin bringt und verhindern, dass in D enlaufene spanische Hunde wegen nicht registrierter Chips im Tierheimen landen. Und so könnte man auch die Ängste der Spanier beruhigen, wenn die dann wiederum ihre Tiere bei TASSO registriert finden. Das würde den Kreis schliessen!
--
Con cordial Guau-Guau
Mo Swatek
Fundadora
PRO-GALGO INTERNACIONAL
www.pro-galgo.com
www.pro-galgo.es
miembro de GALGOS-ETHIQUE-EUROPE
www.galgos-ethique-europe.eu





