Verordnung über die Berufsausbildung zum Tiermedizinischen Fachangestellten/zur Tiermedizinischen Fachangestellten
TiermedFAngAusbV
Ausfertigungsdatum: 22.08.2005
Vollzitat:
"Verordnung über die Berufsausbildung zum Tiermedizinischen Fachangestellten/zur Tiermedizinischen Fachangestellten vom 22. August 2005 (BGBl. I S. 2522)"
Textnachweis ab: 1. 8.2006
Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des § 4 des Berufsbildungsgesetzes. Die Ausbildungsordnung und der damit abgestimmte, von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland beschlossene Rahmenlehrplan für die Berufsschule werden demnächst als Beilage zum Bundesanzeiger veröffentlicht.
Eingangsformel
Auf Grund des § 4 Abs. 1 in Verbindung mit § 5 des Berufsbildungsgesetzes vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931) verordnet das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:
§ 1 Staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufes
Der Ausbildungsberuf Tiermedizinischer Fachangestellter/Tiermedizinische Fachangestellte wird staatlich anerkannt.
§ 2 Ausbildungsdauer
Die Ausbildung dauert drei Jahre.
§ 3 Zielsetzung der Berufsausbildung
1Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen bezogen auf Arbeits- und Geschäftsprozesse so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Abs. 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren sowie das Handeln im betrieblichen Gesamtzusammenhang einschließt. 2Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 8 und 9 nachzuweisen.
§ 4 Ausbildungsberufsbild
Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:
1.
Der Ausbildungsbetrieb:
1.1
Stellung der Tierarztpraxis im Veterinär- und im Gesundheitswesen,
1.2
Aufbau und Rechtsform,
1.3
Gesetzliche und vertragliche Regelungen der tiermedizinischen Versorgung,
1.4
Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,
1.5
Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
1.6
Umweltschutz;
2.
Hygiene und Infektionsschutz:
2.1
Maßnahmen der Arbeits- und Praxishygiene,
2.2
Infektionskrankheiten und Seuchenschutz;
3.
Tierschutz, Patientenbetreuung:
3.1
Tierschutz,
3.2
Tierartgerechte und verhaltensgemäße Haltung von Tieren; Betreuung von Patienten;
4.
Kommunikation:
4.1
Kommunikationsformen und -methoden,
4.2
Beratung und Betreuung von Tierhaltern und Tierhalterinnen,
4.3
Verhalten in Konfliktsituationen;
5.
Information und Datenschutz:
5.1
Informations- und Kommunikationssysteme,
5.2
Datenschutz und Datensicherheit;
6.
Betriebsorganisation und Qualitätsmanagement:
6.1
Betriebs- und Arbeitsabläufe,
6.2
Marketing,
6.3
Arbeiten im Team,
6.4
Qualitätsmanagement,
6.5
Zeitmanagement;
7.
Betriebsverwaltung und Abrechnung:
7.1
Verwaltungsarbeiten und Dokumentation,
7.2
Abrechnungswesen,
7.3
Materialbeschaffung und -verwaltung;
8.
Tierärztliche Hausapotheke:
8.1
Eingang und Lagerung von Arzneimitteln und Impfstoffen,
8.2
Abgabe von Arzneimitteln;
9.
Maßnahmen bei Diagnostik und Therapie unter Anleitung und Aufsicht des Tierarztes oder der Tierärztin:
9.1
Assistenz bei tierärztlicher Diagnostik,
9.2
Assistenz bei tierärztlicher Therapie;
10.
Prävention und Rehabilitation;
11.
Laborarbeiten;
12.
Röntgen und Strahlenschutz;
13.
Notfallmanagement:
13.1
Erste Hilfe beim Menschen,
13.2
Hilfeleistungen bei Notfällen am Tier.
§ 5 Ausbildungsrahmenplan
1Die in § 4 genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (Ausbildungsberufsbild) sollen nach den in den Anlagen 1 und 2 enthaltenen Anleitungen zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsausbildung (Ausbildungsrahmenplan) vermittelt werden. 2Eine von dem Ausbildungsrahmenplan abweichende sachliche und zeitliche Gliederung des Ausbildungsinhaltes ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
§ 6 Ausbildungsplan
Die Ausbildenden haben unter Zugrundelegung des Ausbildungsrahmenplans für die Auszubildenden einen Ausbildungsplan zu erstellen.
§ 7 Schriftlicher Ausbildungsnachweis
1Die Auszubildenden haben einen schriftlichen Ausbildungsnachweis zu führen. 2Ihnen ist Gelegenheit zu geben, den schriftlichen Ausbildungsnachweis während der Ausbildungszeit zu führen. 3Die Ausbildenden haben den schriftlichen Ausbildungsnachweis regelmäßig durchzusehen.
§ 8 Zwischenprüfung
(1) 1Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine Zwischenprüfung durchzuführen. 2Sie soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in den Anlagen 1 und 2 für die ersten 18 Monate aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht entsprechend dem Rahmenlehrplan zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Die Zwischenprüfung ist schriftlich anhand praxisbezogener Aufgaben in höchstens 120 Minuten in folgenden Prüfungsgebieten durchzuführen:
1.
Durchführen von Hygienemaßnahmen,
2.
Schutzmaßnahmen vor Infektionskrankheiten und Tierseuchen,
3.
Erste Hilfe beim Menschen,
4.
Materialbeschaffung und -verwaltung,
5.
Information und Datenschutz.
§ 9 Abschlussprüfung
(1) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 1 aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht entsprechend dem Rahmenlehrplan zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(2) 1Im praktischen Teil der Prüfung soll der Prüfling in höchstens 75 Minuten eine komplexe Prüfungsaufgabe bearbeiten sowie während dieser Zeit in höchstens 15 Minuten hierüber ein Fachgespräch führen. 2Dem Prüfling ist eine angemessene Vorbereitungszeit einzuräumen. 3Bei der Prüfungsaufgabe soll er praxisbezogene Arbeitsabläufe simulieren, demonstrieren, dokumentieren und präsentieren. 4Für die Prüfungsaufgabe kommen insbesondere in Betracht:
1.
Assistieren bei Untersuchungs- und Behandlungsmaßnahmen einschließlich tierartgerechter Betreuung des Patienten vor, während und nach der Behandlung, Pflegen, Warten und Handhaben von Geräten und Instrumenten, Durchführen von Hygienemaßnahmen, Abrechnen und Dokumentieren von Leistungen sowie Aufklären über Möglichkeiten und Ziele der Prävention
oder
2.
Assistieren bei Untersuchungs- und Behandlungsmaßnahmen einschließlich tierartgerechter Betreuung des Patienten vor, während und nach der Behandlung, Pflegen, Warten und Handhaben von Geräten und Instrumenten, Durchführen von Hygienemaßnahmen, Abrechnen und Dokumentieren von Leistungen sowie Durchführen von Laborarbeiten.
5Durch die Durchführung der Prüfungsaufgabe und das Fachgespräch soll der Prüfling zeigen, dass er Arbeitsabläufe planen, Betriebsabläufe organisieren, Mittel der technischen Kommunikation nutzen, sachgerecht informieren und adressatengerecht kommunizieren, Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit und Belange des Umweltschutzes berücksichtigen sowie die für die Prüfungsaufgabe relevanten fachlichen Hintergründe aufzeigen und seine Vorgehensweise begründen kann. 6Darüber hinaus soll er nachweisen, dass er bei Notfällen am Tier erste Maßnahmen durchführen, Tierhalter und Tierhalterinnen zur Kooperation motivieren sowie tierpsychologische Aspekte berücksichtigen kann.
(3) 1Der schriftliche Teil der Prüfung besteht aus den Prüfungsbereichen Behandlungsassistenz, Betriebsorganisation und -verwaltung, Infektionskrankheiten und Seuchenschutz, Strahlenschutz in der Tierheilkunde sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. 2Die Anforderungen in den Prüfungsbereichen sind:
1.
Prüfungsbereich Behandlungsassistenz:
Der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben bearbeiten. 2Er soll in der Prüfung zeigen, dass er bei der Diagnostik und Therapie Arbeitsabläufe planen und die Durchführung der Behandlungsassistenz beschreiben kann. 3Dabei soll er gesetzliche und vertragliche Regelungen der tiermedizinischen Versorgung, tierphysiologische und tierpsychologische Aspekte, Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Umweltschutz sowie Maßnahmen der Praxishygiene berücksichtigen. 4Der Prüfling soll nachweisen, dass er fachliche und wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen, Sachverhalte analysieren sowie Lösungsmöglichkeiten entwickeln und darstellen kann. 5Hierfür kommen insbesondere folgende Gebiete in Betracht:
a)
Betriebsorganisation und Qualitätsmanagement,
b)
Zeitmanagement,
c)
Kommunikation; Beratung und Betreuung von Tierhaltern und Tierhalterinnen,
d)
Prävention und Rehabilitation,
e)
Tierschutz und Patientenbetreuung,
f)
Diagnose- und Therapiegeräte,
g)
Information und Datenschutz,
h)
Notfallmanagement,
i)
Betriebsverwaltung, Abrechnungswesen und Dokumentation;
2.
Prüfungsbereich Betriebsorganisation und -verwaltung:
Der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben bearbeiten. 2Er soll in der Prüfung zeigen, dass er Betriebsabläufe beschreiben, Arbeitsabläufe systematisch planen und im Zusammenhang mit anderen Arbeitsbereichen darstellen kann. 3Dabei soll er Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Umweltschutz, Maßnahmen der Qualitätssicherung sowie Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten berücksichtigen. 4Hierfür kommen insbesondere folgende Gebiete in Betracht:
a)
Gesetzliche und vertragliche Regelungen der tiermedizinischen Versorgung,
b)
Arbeiten im Team,
c)
Verwaltungsarbeiten und Dokumentation,
d)
Marketing,
e)
Zeitmanagement,
f)
Tierärztliche Hausapotheke,
g)
Datenschutz,
h)
Abrechnung,
i)
Materialbeschaffung und -verwaltung;
3.
Prüfungsbereich Infektionskrankheiten und Seuchenschutz:
Der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben bearbeiten. 2Dabei soll er zeigen, dass er bei Schutzmaßnahmen und Maßnahmen zur Vermeidung von Infektionskrankheiten, insbesondere von Tierseuchen unter Einhaltung rechtlicher Vorschriften Arbeitsabläufe planen und im Zusammenhang mit anderen Arbeitsbereichen darstellen kann. 3Hierfür kommen insbesondere folgende Gebiete in Betracht:
a)
Zoonosen und andere Tierseuchen,
b)
Immunisierung,
c)
Schutzmaßnahmen für sich und andere,
d)
Laborarbeiten,
e)
Arbeits- und Praxishygiene,
f)
Assistenz bei Diagnostik und Therapie,
g)
Kommunikation, Beratung und Betreuung von Tierhaltern und Tierhalterinnen,
h)
Prävention und Rehabilitation,
i)
Notfallmanagement;
4.
Prüfungsbereich Strahlenschutz in der Tierheilkunde:
Der Prüfling soll zeigen, dass er Maßnahmen des Strahlenschutzes in der Tierheilkunde unter Berücksichtigung der rechtlichen Regelungen beschreiben kann. 2Hierbei sind insbesondere zu berücksichtigen:
a)
Strahlenbiologische Grundlagen,
b)
Physikalische Eigenschaften von ionisierender Strahlung und radioaktiven Stoffen,
c)
Grundlagen des Strahlenschutzes in der Röntgendiagnostik und bei der Anwendung offener radioaktiver Stoffe in der Tierheilkunde,
d)
Biologische Risiken,
e)
Strahlenschutz des Personals, der Tierhalter und Tierhalterinnen sowie der Umgebung,
f)
Strahlenschutz bei den Untersuchungsmethoden in der Tierheilkunde,
g)
Dosisgrößen, Einheiten und Messverfahren,
h)
Methoden der Qualitätssicherung,
i)
Verhalten bei Stör- und Unfällen,
j)
Dokumentation und Aufzeichnung,
k)
Rechtsvorschriften, Richtlinien;
5.
Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde:
Der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben aus der Berufs- und Arbeitswelt bearbeiten und dabei zeigen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge darstellen kann.
(4) Für den schriftlichen Teil der Prüfung ist von folgenden zeitlichen Höchstwerten auszugehen:
1. im Prüfungsbereich
Behandlungsassistenz 120 Minuten,
2. im Prüfungsbereich
Betriebsorganisation und -verwaltung 90 Minuten,
3. im Prüfungsbereich
Infektionskrankheiten und Seuchenschutz 45 Minuten,
4. im Prüfungsbereich
Strahlenschutz in der Tierheilkunde 45 Minuten,
5. im Prüfungsbereich
Wirtschafts- und Sozialkunde 60 Minuten.
(5) Innerhalb des schriftlichen Teils der Prüfung sind die Prüfungsbereiche wie folgt zu gewichten:
1. Prüfungsbereich
Behandlungsassistenz 40 Prozent,
2. Prüfungsbereich
Betriebsorganisation und -verwaltung 30 Prozent,
3. Prüfungsbereich
Infektionskrankheiten und Seuchenschutz 10 Prozent,
4. Prüfungsbereich
Strahlenschutz in der Tierheilkunde 10 Prozent,
5. Prüfungsbereich
Wirtschafts- und Sozialkunde 10 Prozent.
(6) 1Sind im schriftlichen Teil der Prüfung die Prüfungsleistungen in bis zu zwei Prüfungsbereichen mit mangelhaft und in den übrigen Prüfungsbereichen mit mindestens ausreichend bewertet worden, so ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einem der mit mangelhaft bewerteten Prüfungsbereiche die schriftliche Prüfung durch eine mündliche Prüfung von höchstens 15 Minuten zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. 2Der Prüfungsbereich ist vom Prüfling zu bestimmen. 3Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.
(7) 1Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils im praktischen und im schriftlichen Teil der Prüfung sowie innerhalb des schriftlichen Teils der Prüfung im Prüfungsbereich Strahlenschutz in der Tierheilkunde und in mindestens drei weiteren Prüfungsbereichen mindestens ausreichende Prüfungsleistungen erbracht sind. 2Werden die Prüfungsleistungen in einem Prüfungsbereich mit "ungenügend" bewertet, ist die Prüfung nicht bestanden.
§ 10 Fortsetzung der Berufsausbildung
Berufsausbildungsverhältnisse, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bestehen, können unter Anrechnung der bisher zurückgelegten Ausbildungszeit nach den Vorschriften dieser Verordnung fortgesetzt werden, wenn die Vertragsparteien dies vereinbaren.
§ 11 Inkrafttreten, Außerkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. August 2006 in Kraft.
Anlage 1 (zu § 5)
Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Tiermedizinischen Fachangestellten/zur Tiermedizinischen Fachangestellten - Sachliche Gliederung -
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2005, 2526 - 2532
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Lfd. I Teil des I Zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und
Nr. I Ausbildungsberufsbildes I Fähigkeiten
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1 I 2 I 3
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1 I Der Ausbildungsbetrieb I
I (§ 4 Nr. 1) I
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1.1 I Stellung der Tierarzt- I a) Aufgaben und Organisation des Veterinär-
I praxis im Veterinär- und I wesens sowie des Gesundheitswesens in
I im Gesundheitswesen I Grundzügen erläutern
I (§ 4 Nr. 1.1) I b) die soziale Aufgabenstellung eines
I I veterinärmedizinischen Dienstleistungs-
I I berufes auch unter Berücksichtigung des
I I Tierschutzes aufzeigen
I I c) die Stellung des Ausbildungsbetriebes und
I I seiner Beschäftigten im Gesellschafts-
I I und Wirtschaftsgefüge aufzeigen
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1.2 I Aufbau und Rechtsform I a) Organisation, Aufgaben, Funktionsbereiche
I (§ 4 Nr. 1.2) I und Ausstattung des Ausbildungsbetriebes
I I erläutern
I I b) die Rechtsform des Ausbildungsbetriebes
I I darstellen
I I c) Beziehungen des Ausbildungsbetriebes und
I I seiner Beschäftigten zu Wirtschafts-
I I organisationen, Berufsvertretungen,
I I Arbeitnehmerorganisationen,
I I Gewerkschaften und Verwaltungen
I I beschreiben
I I d) Kooperationsbeziehungen mit anderen
I I Betrieben erläutern
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1.3 I Gesetzliche und I a) Rechtsvorschriften im Veterinärwesen
I vertragliche Regelungen I beachten
I der tiermedizinischen I b) die Schweigepflicht einhalten
I Versorgung I c) bei der Entstehung und Erfüllung von
I (§ 4 Nr. 1.3) I Behandlungsvereinbarungen mitwirken,
I I Rechtsfolgen beachten
I I d) Möglichkeiten und Grenzen des
I I selbstständigen Handelns im Rahmen
I I rechtlicher und betrieblicher Vorgaben
I I berücksichtigen
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1.4 I Berufsbildung, Arbeits- I a) Bedeutung des Ausbildungsvertrages,
I und Tarifrecht I insbesondere Abschluss, Rechte und
I (§ 4 Nr. 1.4) I Pflichten, Dauer und Beendigung erklären
I I b) Inhalte der Ausbildungsverordnung und den
I I betrieblichen Ausbildungsplan erläutern
I I c) die im Ausbildungsbetrieb geltenden
I I Regelungen über Arbeitszeit, Vollmachten
I I und Weisungsbefugnisse beachten
I I d) wesentliche Bestimmungen der für den
I I Ausbildungsbetrieb geltenden
I I Tarifverträge beschreiben
I I e) wesentliche Inhalte des Arbeitsvertrages
I I nennen
I I f) lebensbegleitendes Lernen als
I I Voraussetzung für berufliche und
I I persönliche Entwicklung nutzen,
I I berufsbezogene Fortbildungsmöglichkeiten
I I erläutern
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1.5 I Sicherheit und I a) Gefahren für Sicherheit und Gesundheit am
I Gesundheitsschutz bei der I Arbeitsplatz feststellen sowie Maßnahmen
I Arbeit I zu deren Vermeidung ergreifen
I (§ 4 Nr. 1.5) I b) berufsbezogene Arbeitsschutz- und
I I Unfallverhütungsvorschriften anwenden
I I c) Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben
I I sowie erste Maßnahmen einleiten
I I d) Vorschriften des vorbeugenden
I I Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen
I I bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur
I I Brandbekämpfung ergreifen
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1.6 I Umweltschutz I Zur Vermeidung betriebsbedingter
I (§ 4 Nr. 1.6) I Umweltbelastungen im beruflichen
I I Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
I I a) mögliche Umweltbelastungen durch den
I I Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum
I I Umweltschutz an Beispielen erklären
I I b) für den Ausbildungsbetrieb geltende
I I Regelungen des Umweltschutzes anwenden
I I c) Möglichkeiten der wirtschaftlichen und
I I umweltschonenden Energie- und
I I Materialverwendung nutzen
I I d) Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien
I I einer umweltschonenden Entsorgung
I I zuführen
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2 I Hygiene und Infektionsschutz
I (§ 4 Nr. 2) I
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2.1 I Maßnahmen der Arbeits- I a) Bedeutung der Hygiene für Betrieb,
I und Praxishygiene I Arbeitsplatz und eigene Person erklären
I (§ 4 Nr. 2.1) I b) Arbeitsmittel für Hygienemaßnahmen
I I handhaben
I I c) Instrumente und Geräte hygienisch
I I vorbereiten und aufarbeiten
I I d) Hygienemaßnahmen auf Grundlage des
I I betrieblichen Hygieneplans, auch unter
I I Beachtung der Hygienekette durchführen
I I e) Abfälle und kontaminierte Materialien
I I erfassen, sammeln, aufbereiten und
I I entsorgen
I I f) Tierkörper unter Berücksichtigung
I I rechtlicher Vorschriften und Beachtung
I I der Wünsche von Tierhaltern und
I I Tierhalterinnen entsorgen
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2.2 I Infektionskrankheiten und I a) über Infektionskrankheiten und deren
I Seuchenschutz I Krankheitsbilder, insbesondere Zoonosen,
I (§ 4 Nr. 2.2) I Auskunft geben, Anzeige- und
I I Meldepflichten beachten
I I b) Infektionsquellen, Infektionswege und
I I Infektionsgefahren erkennen und über
I I Schutzmaßnahmen, insbesondere zur
I I Vermeidung von Seuchen informieren
I I c) Hygienemaßnahmen vor, während und nach
I I Behandlungen und bei Operationen
I I durchführen
I I d) Schutzmaßnahmen bei Infektions-
I I krankheiten, insbesondere bei
I I Tierseuchen, für sich und andere
I I ergreifen
I I e) Immunisierungen vor- und nachbereiten
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3 I Tierschutz, I
I Patientenbetreuung I
I (§ 4 Nr. 3) I
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3.1 I Tierschutz I a) Wesen und Aufgaben des Tierschutz-
I (§ 4 Nr. 3.1) I gesetzes beschreiben und beim
I I beruflichen Handeln beachten
I I b) Tierhalter und Tierhalterinnen über
I I tierartgerechte und verhaltensgemäße
I I Haltung aufklären, insbesondere auf
I I tierschutzwidrige Zustände hinweisen
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3.2 I Tierartgerechte und I a) zwischen normalem und krankhaftem
I verhaltensgemäße Haltung I Tierverhalten unterscheiden; bei
I von Tieren; I krankhaftem Tierverhalten Maßnahmen
I Betreuung von Patienten I einleiten
I (§ 4 Nr. 3.2) I b) auf die Situation der Tiere und ihre
I I Verhaltensweisen eingehen,
I I Belastungen vermeiden
I I c) Tiere unter Berücksichtigung ihres
I I Verhaltens unter tierpsychologischen
I I Aspekten vor, während und nach der
I I Behandlung betreuen
I I d) Tiere bei stationärer Behandlung
I I tierartgerecht und verhaltensgemäß
I I halten, versorgen und pflegen
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4 I Kommunikation I
I (§ 4 Nr. 4) I
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4.1 I Kommunikationsformen und I a) verbale und nonverbale Kommunikations-
I -methoden I formen anwenden
I (§ 4 Nr. 4.1) I b) Gespräche personenorientiert und
I I situationsgerecht führen
I I c) zur Vermeidung von Kommunikations-
I I störungen beitragen
I I d) fremdsprachige Fachbegriffe anwenden
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4.2 I Beratung und Betreuung I a) über das Leistungsspektrum des Betriebes
I von Tierhaltern und I adressatengerecht informieren, Tierhalter
I Tierhalterinnen I und Tierhalterinnen über Einzelleistungen
I (§ 4 Nr. 4.2) I beraten
I I b) Tierhalter und Tierhalterinnen unter
I I Berücksichtigung ihrer Situation,
I I Erwartungen und Wünsche vor, während und
I I nach der Behandlung des Tieres betreuen
I I c) Tierhalter und Tierhalterinnen über
I I Möglichkeiten der Diagnostik und
I I Behandlung, die Wiederbestellung, die
I I Behandlungsabläufe sowie die Kosten unter
I I Beachtung der Gebührenordnung
I I informieren; Tierhalter und
I I Tierhalterinnen zur Kooperation
I I motivieren
I I d) tierärztliche Beratungen und Anweisungen
I I unterstützen
I I e) Bestellung von Tierhaltern und
I I Tierhalterinnen entgegennehmen und unter
I I Berücksichtigung des rechtlichen
I I Rahmens bearbeiten
I I f) Tierhalter und Tierhalterinnen über
I I Behandlungsmaßnahmen am Patienten,
I I insbesondere bei häuslicher Pflege,
I I Arzneimittelversorgung und Heilmittel-
I I einsatz informieren
I I g) Kennzeichnungsmöglichkeiten und
I I Kennzeichnungspflichten bei Tieren
I I erläutern
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4.3 I Verhalten in I a) Konfliktsituationen erkennen und
I Konfliktsituationen I einordnen
I (§ 4 Nr. 4.3) I b) durch situationsgerechtes Verhalten zur
I I Lösung von Konflikten beitragen
I I c) Beschwerden entgegennehmen und
I I Lösungsmöglichkeiten anbieten
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5 I Information und Datenschutz
I (§ 4 Nr. 5) I
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5.1 I Informations- und I a) Informations- und Kommunikationssysteme
I Kommunikationssysteme I zur Bearbeitung von Betriebsvorgängen
I (§ 4 Nr. 5.1) I nutzen
I I b) Daten mit verschiedenen Medien erfassen,
I I pflegen und austauschen
I I c) Informationen beschaffen und nutzen
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5.2 I Datenschutz und I a) Vorschriften zum Datenschutz anwenden
I Datensicherheit I b) elektronische Daten sichern
I (§ 4 Nr. 5.2) I c) Dokumente und Behandlungsunterlagen vor
I I unberechtigtem Zugriff und Zerstörung
I I schützen
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6 I Betriebsorganisation und I
I Qualitätsmanagement I
I (§ 4 Nr. 6) I
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6.1 I Betriebs- und I a) bei der Planung, Organisation und
I Arbeitsabläufe I Gestaltung von Betriebsabläufen
I (§ 4 Nr. 6.1) I mitwirken und zur Optimierung beitragen
I I b) Arbeitsschritte kostenbewusst und
I I zielorientiert planen, organisieren und
I I gestalten; Ergebnisse kontrollieren
I I c) betriebliche Arbeits- und Organisations-
I I mittel auswählen und einsetzen
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6.2 I Marketing I a) an der Entwicklung und Umsetzung von
I (§ 4 Nr. 6.2) I Marketingkonzepten unter Beachtung
I I wettbewerbsrechtlicher Vorschriften
I I mitwirken; eigene Vorschläge einbringen
I I b) durch Erscheinungsbild und Serviceangebot
I I des Betriebes die Kundenzufriedenheit
I I fördern
I I c) Mittel zur Kundenbindung, insbesondere
I I vorbeugende Maßnahmen und Pflegeangebote
I I einsetzen
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6.3 I Arbeiten im Team I a) Information, Kommunikation und
I (§ 4 Nr. 6.3) I Kooperation für die Verbesserung von
I I Betriebsklima, Betriebsabläufen und
I I Arbeitsleistung nutzen
I I b) Aufgaben im Team planen und bearbeiten;
I I bei der Tagesplanung mitwirken
I I c) interne Kooperation mitgestalten
I I d) an der Teamentwicklung mitwirken
I I e) Teambesprechungen organisieren und
I I mitgestalten
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6.4 I Qualitätsmanagement I a) Bedeutung des Qualitätsmanagements für
I (§ 4 Nr. 6.4) I den Ausbildungsbetrieb an Beispielen
I I erläutern
I I b) zur Sicherung des betriebsinternen
I I Informationsflusses beitragen
I I c) Maßnahmen zur Qualitätssicherung im
I I eigenen Arbeitsbereich planen,
I I durchführen, kontrollieren, dokumentieren
I I und bewerten
I I d) bei der Umsetzung von Maßnahmen zur
I I Verbesserung der Betriebs- und
I I Behandlungsorganisation mitwirken und
I I hierfür Vorschläge entwickeln
I I e) Kundenzufriedenheit ermitteln und
I I fördern
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6.5 I Zeitmanagement I a) Bedeutung des Zeitmanagements für den
I (§ 4 Nr. 6.5) I Ausbildungsbetrieb an Beispielen
I I erklären; eigene Vorschläge zur
I I Verbesserung einbringen
I I b) patientenspezifische Terminplanung
I I durchführen
I I c) Termine zur Praxisorganisation mit
I I Beteiligten koordinieren und Termin-
I I planungen unter Berücksichtigung
I I vorgeschriebener Prüf- und Überwachungs-
I I termine sowie von Informationsterminen
I I erstellen
I I d) notfallbedingte Terminabweichungen
I I koordinieren
I I e) Methoden des Selbst- und Zeitmanagements
I I nutzen, insbesondere bei der
I I zeitlichen Planung und Durchführung von
I I Arbeitsabläufen Prioritäten beachten
I I f) Zusammenhänge von
I I Selbst- und Zeitmanagement,
I I Leistungssteigerung und Stress beachten
-------------------------------------------------------------------------------
7 I Betriebsverwaltung und I
I Abrechnung I
I (§ 4 Nr. 7) I
-------------------------------------------------------------------------------
7.1 I Verwaltungsarbeiten und I a) Tierhalter- und Patientendaten
I Dokumentation I aufnehmen und verarbeiten
I (§ 4 Nr. 7.1) I b) Posteingang und Postausgang bearbeiten
I I c) Schriftverkehr durchführen; Vordrucke und
I I Formulare auswählen und bearbeiten
I I d) Ablagesysteme einrichten und
I I Archivierungsarbeiten durchführen,
I I Aufbewahrungsfristen beachten
I I e) Rechtsvorschriften zur Dokumentation
I I einhalten
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7.2 I Abrechnungswesen I a) Zahlungsvorgänge abwickeln
I (§ 4 Nr. 7.2) I b) Zahlungseingänge und -ausgänge erfassen,
I I überprüfen und dokumentieren
I I c) kaufmännische Mahnverfahren durchführen
I I und gerichtliche Mahnverfahren einleiten
I I d) Rechnungen für dokumentierte Leistungen,
I I Verbrauchsmaterialien und sonstiger Güter
I I nach Rechtsvorschriften erstellen;
I I Fremdleistungen berücksichtigen
I I e) Rechnungen für Fremdleistungen prüfen
I I und bearbeiten
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7.3 I Materialbeschaffung und I a) Bedarf für den Einkauf von Waren und
I -verwaltung I Materialien unter Berücksichtigung des
I (§ 4 Nr. 7.3) I betrieblichen Bestellsystems ermitteln
I I b) Waren und Materialien unter
I I Berücksichtigung des Kaufvertragsrechts
I I beschaffen
I I c) bei der Beschaffung von Waren und
I I Materialien Bestellmengen, Lagerungs-
I I zeiten und Angebote berücksichtigen;
I I Preise und Kosten vergleichen
I I d) Waren und Materialien annehmen,
I I kontrollieren und lagern;
I I Bestände überwachen
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8 I Tierärztliche Hausapotheke
I (§ 4 Nr. 8) I
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8.1 I Eingang und Lagerung von I a) Hauptindikationen von Medikamenten,
I Arzneimitteln und I insbesondere von Antibiotika, Analgetika
I Impfstoffen I und Antiparasitika, unterscheiden
I (§ 4 Nr. 8.1) I b) Betäubungsmittel, verschreibungs- und
I I apothekenpflichtige sowie
I I freiverkäufliche Arzneimittel
I I unterscheiden
I I c) Arzneimittel nach Anweisung des
I I Tierarztes oder der Tierärztin bestellen
I I d) Lieferungen annehmen, kontrollieren und
I I dokumentieren
I I e) Kennzeichnungs- und Lagerungsvorschriften
I I sowie Verfallsdaten von Arzneimitteln
I I berücksichtigen
I I f) Bestände überwachen
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8.2 I Abgabe von Arzneimitteln I a) Arzneimittel unter Berücksichtigung der
I (§ 4 Nr. 8.2) I arzneimittelrechtlichen Vorschriften
I I abgeben
I I b) über Applikationsformen informieren
I I c) über die Art und Anwendung von Mitteln
I I zur Fell- und Hautpflege sowie über die
I I Verwendung von Diätetika und Zusatz-
I I futtermitteln informieren;
I I Injektionstechniken demonstrieren
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9 I Maßnahmen bei Diagnostik und
I Therapie unter Anleitung und
I Aufsicht des Tierarztes I
I oder der Tierärztin I
I (§ 4 Nr. 9) I
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9.1 I Assistenz bei I a) gebräuchliche tiermedizinische
I tierärztlicher Diagnostik I Fachbezeichnungen und Abkürzungen
I (§ 4 Nr. 9.1) I anwenden und erklären
I I b) Tiere beobachten, Verhaltensveränderungen
I I feststellen, Krankheitssymptome erkennen
I I und Maßnahmen einleiten
I I c) Proben für Untersuchungszwecke und
I I Laborauswertungen gewinnen
I I d) Untersuchungen vorbereiten; bei
I I Diagnostik assistieren und bei
I I diagnostischen Maßnahmen unter
I I Berücksichtigung tierpsychologischer
I I Aspekte mitwirken
I I e) für die Diagnostik erforderliche Angaben,
I I insbesondere Körpermasse und Alter sowie
I I physiologische Daten ermitteln;
I I Befunde dokumentieren
-------------------------------------------------------------------------------
9.2 I Assistenz bei I a) Patienten für die Behandlung vorbereiten
I tierärztlicher Therapie I b) Narkosen vorbereiten, Narkosen und
I (§ 4 Nr. 9.2) I Aufwachphasen überwachen
I I c) bei Behandlungs- und Operations-
I I maßnahmen assistieren, insbesondere
I I Arzneimittel, Werkstoffe und Materialien
I I vorbereiten und verarbeiten, Instrumente
I I handhaben, instrumentieren,
I I Behandlungsabläufe dokumentieren
I I d) subkutane Injektionen durchführen
I I e) bei anderen Injektionen assistieren und
I I bei der Durchführung von Infusionen
I I mitwirken
I I f) Verbände unter Anwendung verschiedener
I I Verbandtechniken anlegen
I I g) Hausbesuchsausrüstung kontrollieren,
I I fallspezifische Instrumente, Materialien
I I und Arzneimittel ergänzen
I I h) Diagnose- und Therapiegeräte handhaben,
I I warten und pflegen
-------------------------------------------------------------------------------
10 I Prävention und I a) Ziele der Prävention erklären
I Rehabilitation I b) über vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung
I (§ 4 Nr. 10) I von Infektionskrankheiten informieren
I I c) Tierhaltern und Tierhalterinnen die
I I Möglichkeiten der Prävention,
I I insbesondere durch Tierernährung,
I I Bewegung sowie Gesunderhaltung der Zähne
I I erklären, zur tierartengerechten Haltung
I I der Tiere motivieren
I I d) Tierhalter und Tierhalterinnen zur
I I Inanspruchnahme von Früherkennungs-
I I maßnahmen motivieren
I I e) über Möglichkeiten der aktiven und
I I passiven Immunisierung informieren
I I f) Ziele und Möglichkeiten der
I I Rehabilitation erklären
I I g) Tierhalter und Tierhalterinnen über
I I tierartgerechte Pflegemaßnahmen zur
I I Gesunderhaltung informieren
-------------------------------------------------------------------------------
11 I Laborarbeiten I a) Haut-, Blut-, Kot- und Urinproben für
I (§ 4 Nr. 11) I den Versand und zur Weiterbearbeitung
I I aufbereiten
I I b) hämatologische Untersuchungen durchführen
I I und dokumentieren
I I c) mikroskopische Untersuchungen,
I I insbesondere des Harnsediments,
I I durchführen und die Ergebnisse
I I dokumentieren
I I d) Kotproben auf Parasiten untersuchen;
I I Ergebnisse dokumentieren
I I e) Schnelltests durchführen und
I I dokumentieren
-------------------------------------------------------------------------------
12 I Röntgen und I a) strahlenbiologische Grundlagen sowie
I Strahlenschutz I Grundlagen des Strahlenschutzes in der
I (§ 4 Nr. 12) I Röntgendiagnostik und bei der Anwendung
I I offener radioaktiver Stoffe in der
I I Tierheilkunde erläutern
I I b) physikalisch-technische Grundlagen der
I I Erzeugung von Röntgenstrahlen und die
I I biologischen Wirkungen und Risiken von
I I ionisierender Strahlung und radioaktiven
I I Stoffen erklären
I I c) Maßnahmen des Strahlenschutzes für
I I Personal, Tierhalter, Patienten und
I I Umgebung unter Berücksichtigung von
I I Rechtsvorschriften durchführen
I I d) Maßnahmen des Strahlenschutzes bei den
I I Untersuchungsmethoden in der
I I Tierheilkunde durchführen
I I e) Befragungs-, Aufzeichnungs-, Kontroll-
I I und Dokumentationspflichten beachten;
I I Maßnahmen durchführen
I I f) bei Aufnahmetechniken nach Anweisung und
I I unter Aufsicht des Tierarztes oder der
I I Tierärztin mitwirken; Dosisgrößen und
I I Einheiten beachten; Messverfahren
I I einhalten
I I g) Film- und Bildbearbeitung durchführen
I I h) bei Maßnahmen zur Fehleranalyse mitwirken
I I i) Methoden der Qualitätssicherung anwenden
I I j) Maßnahmen bei Störfällen und Unfällen
I I einleiten
-------------------------------------------------------------------------------
13 I Notfallmanagement I
I (§ 4 Nr. 13) I
-------------------------------------------------------------------------------
13.1 I Erste Hilfe beim Menschen I a) bedrohliche Zustände anhand von Symptomen
I (§ 4 Nr. 13.1) I erkennen und Sofortmaßnahmen einleiten
I I sowie erste Hilfe leisten
I I b) Erste-Hilfe-Ausrüstung prüfen, ergänzen
I I und handhaben
-------------------------------------------------------------------------------
13.2 I Hilfeleistungen bei I a) Notfallausrüstung warten
I Notfällen am Tier I b) Notfälle erkennen und erste Maßnahmen
I (§ 4 Nr. 13.2) I einleiten
I I c) bei Maßnahmen des Tierarztes oder der
I I Tierärztin in Notfällen mitwirken
I I d) Komplikationen, insbesondere bei
I I operativen Eingriffen erkennen und erste
I I Maßnahmen ergreifen sowie weitere
I I einleiten
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Anlage 2 (zu § 5)
Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Tiermedizinischen Fachangestellten/zur Tiermedizinischen Fachangestellten - Zeitliche Gliederung -
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2005, 2533 - 2536
A.
Die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten zu den Berufsbildpositionen
1.5
Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
1.6
Umweltschutz,
9.1
Assistenz bei tierärztlicher Diagnostik, Lernziel a,
sind während der gesamten Ausbildungszeit zu vermitteln. Ihre Vermittlung soll insbesondere im Zusammenhang mit den Berufsbildpositionen
2.
Hygiene und Infektionsschutz,
3.2
Tierartgerechte und verhaltensgemäße Haltung von Tieren; Betreuung von Patienten,
6.
Betriebsorganisation und Qualitätsmanagement,
8.
Tierärztliche Hausapotheke,
9.
Maßnahmen der Diagnostik und Therapie unter Anleitung und Aufsicht des Tierarztes oder der Tierärztin,
11.
Laborarbeiten,
12.
Röntgen und Strahlenschutz
und
13.
Notfallmanagement
erfolgen.
B.
Vor der Zwischenprüfung
- 1. bis 18. Ausbildungsmonat -
(1) In einem Zeitraum von zwei bis vier Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
1.1
Stellung der Tierarztpraxis im Veterinär- und im Gesundheitswesen, Lernziele a und b,
1.2
Aufbau und Rechtsform, Lernziele a bis c,
1.3
Gesetzliche und vertragliche Regelungen der tiermedizinischen Versorgung, Lernziele a, b und d,
1.4
Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht, Lernziele a bis d,
zu vermitteln.
(2) In einem Zeitraum von vier bis sechs Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
2.1
Maßnahmen der Arbeits- und Praxishygiene,
2.2
Infektionskrankheiten und Seuchenschutz,
3.2
Tierartgerechte und verhaltensgemäße Haltung von Tieren; Betreuung von Patienten, Lernziele b und d,
8.1
Eingang und Lagerung von Arzneimitteln und Impfstoffen, Lernziele b bis f,
13.1
Erste Hilfe beim Menschen
insbesondere in Verbindung mit den Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
3.1
Tierschutz, Lernziel a,
6.3
Arbeiten im Team, Lernziele c und d,
zu vermitteln.
(3) In einem Zeitraum von vier bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
6.1
Betriebs- und Arbeitsabläufe, Lernziel c,
6.2
Marketing, Lernziel b,
7.2
Abrechnungswesen, Lernziel a,
7.3
Materialbeschaffung und -verwaltung,
9.1
Assistenz bei tierärztlicher Diagnostik, Lernziel e,
9.2
Assistenz bei tierärztlicher Therapie, Lernziele f und h,
10.
Prävention und Rehabilitation, Lernziel e,
11.
Laborarbeiten, Lernziel a,
12.
Röntgen und Strahlenschutz, Lernziel g,
und im Zusammenhang damit insbesondere die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
6.3
Arbeiten im Team, Lernziel b,
6.4
Qualitätsmanagement, Lernziele a und b,
6.5
Zeitmanagement, Lernziel b,
zu vermitteln.
(4) In einem Zeitraum von fünf bis sechs Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
4.1
Kommunikationsformen und -methoden, Lernziele a und b,
4.3
Verhalten in Konfliktsituationen, Lernziel a,
5.1
Informations- und Kommunikationssysteme,
5.2
Datenschutz und Datensicherheit,
6.1
Betriebs- und Arbeitsabläufe, Lernziel a,
7.1
Verwaltungsarbeiten und Dokumentation, Lernziele a und b,
7.2
Abrechnungswesen, Lernziel b,
und im Zusammenhang damit insbesondere die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildposition
6.3
Arbeiten im Team, Lernziel a,
zu vermitteln.
C.
Nach der Zwischenprüfung
- 19. bis 36. Ausbildungsmonat -
(1) In einem Zeitraum von fünf bis sechs Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
3.1
Tierschutz, Lernziel b,
3.2
Tierartgerechte und verhaltensgemäße Haltung von Tieren; Betreuung von Patienten, Lernziele a und c,
4.1
Kommunikationsformen und -methoden, Lernziel d,
4.2
Beratung und Betreuung von Tierhaltern und Tierhalterinnen,
4.3
Verhalten in Konfliktsituationen, Lernziele b und c,
8.2
Abgabe von Arzneimitteln,
9.1
Assistenz bei tierärztlicher Diagnostik, Lernziel d,
9.2
Assistenz bei tierärztlicher Therapie, Lernziel c,
insbesondere in Verbindung mit den Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
6.1
Betriebs- und Arbeitsabläufe, Lernziel b,
6.4
Qualitätsmanagement, Lernziele c und d,
6.5
Zeitmanagement, Lernziele a und c bis f,
7.2
Abrechnungswesen, Lernziele c bis e,
zu vermitteln und im Zusammenhang damit insbesondere die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
1.3
Gesetzliche und vertragliche Regelungen der tiermedizinischen Versorgung, Lernziel a, b und d,
2.1
Maßnahmen der Arbeits- und Praxishygiene, Lernziel d,
2.2
Infektionskrankheiten und Seuchenschutz, Lernziele a bis c,
3.1
Tierschutz, Lernziel a,
4.1
Kommunikationsformen und -methoden, Lernziele a und b,
6.1
Betriebs- und Arbeitsabläufe, Lernziel a,
6.3
Arbeiten im Team, Lernziel b,
7.2
Abrechnungswesen, Lernziel b,
7.3
Materialbeschaffung und -verwaltung, Lernziel c,
8.1
Eingang und Lagerung von Arzneimitteln und Impfstoffen, Lernziel c,
9.2
Assistenz bei tierärztlicher Therapie, Lernziele f und h,
zu vertiefen.
(2) In einem Zeitraum von vier bis sechs Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
4.1
Kommunikationsformen und -methoden, Lernziel c,
9.1
Assistenz bei tierärztlicher Diagnostik, Lernziel c,
9.2
Assistenz bei tierärztlicher Therapie, Lernziele d, e und g,
6.2
Marketing, Lernziele a und c,
6.4
Qualitätsmanagement, Lernziel e,
7.1
Verwaltungsarbeiten und Dokumentation, Lernziele c bis e,
12.
Röntgen und Strahlenschutz, Lernziele a bis f und h bis j,
insbesondere in Verbindung mit den Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
6.3
Arbeiten im Team, Lernziel e,
10.
Prävention und Rehabilitation, Lernziel d,
zu vermitteln und im Zusammenhang damit insbesondere die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
5.1
Informations- und Kommunikationssysteme,
5.2
Datenschutz und Datensicherheit, Lernziele a und c,
6.3
Arbeiten im Team, Lernziele c und d,
10.
Prävention und Rehabilitation, Lernziel e,
zu vertiefen.
(3) In einem Zeitraum von vier bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
8.1
Eingang und Lagerung von Arzneimitteln und Impfstoffen, Lernziel a,
9.1
Assistenz bei tierärztlicher Diagnostik, Lernziel b,
9.2
Assistenz bei tierärztlicher Therapie, Lernziele a und b,
10.
Prävention und Rehabilitation, Lernziele a bis c, f und g,
13.2
Hilfestellung bei Notfällen am Tier
insbesondere in Verbindung mit den Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten der Berufsbildposition
11.
Laborarbeiten, Lernziele b bis e,
zu vermitteln und im Zusammenhang damit insbesondere die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
2.1
Maßnahmen der Arbeits- und Praxishygiene, Lernziel e,
2.2
Infektionskrankheiten und Seuchenschutz, Lernziel d,
3.2
Tierartgerechte und verhaltensgemäße Haltung von Tieren; Betreuung von Patienten, Lernziele b und d,
5.2
Datenschutz und Datensicherheit, Lernziel b,
zu vertiefen.
(4) In einem Zeitraum von zwei bis vier Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
1.1
Stellung der Tierarztpraxis im Veterinär- und im Gesundheitswesen, Lernziel c,
1.2
Aufbau und Rechtsform, Lernziel d,
1.3
Gesetzliche und vertragliche Regelungen der tiermedizinischen Versorgung, Lernziel c,
1.4
Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht, Lernziele e und f,
zu vermitteln und im Zusammenhang damit insbesondere die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
1.2
Aufbau und Rechtsform, Lernziel c,
6.3
Arbeiten im Team, Lernziel a,
zu vertiefen.





