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Home Berufsverordnungen Verordnung über die Anforderungen in der Meisterprüfung für den Beruf Tierwirt (TWirtMeistPrV)
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Verordnung über die Anforderungen in der Meisterprüfung für den Beruf Tierwirt


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TWirtMeistPrV

Ausfertigungsdatum: 04.02.1980

Vollzitat:

"Verordnung über die Anforderungen in der Meisterprüfung für den Beruf Tierwirt vom 4. Februar 1980 (BGBl. I S. 126), zuletzt geändert durch Artikel 4 Buchstabe a der Verordnung vom 20. Dezember 2000 (BGBl. I S. 2020 (2001, 165))"

Stand: Zuletzt geändert durch Art. 4 Buchst. a V v. 20.12.2000 I 2020
(2001, 165)

Textnachweis ab: 7.2.1980

Eingangsformel

Auf Grund des § 81 Abs. 4 des Berufsbildungsgesetzes vom 14. August 1969 (BGBl. I S. 1112), der durch Artikel 53 Nr. 2 des Gesetzes vom 18. März 1975 (BGBl. I S. 705) geändert worden ist, und unter Berücksichtigung des § 28 des Ausbildungsplatzförderungsgesetzes vom 7. September 1976 (BGBl. I S. 2658) wird im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Bildung und Wissenschaft verordnet:

§ 1 Ziel der Meisterprüfung und Bezeichnung des Abschlusses

(1) Durch die Meisterprüfung ist festzustellen, ob der Prüfungsteilnehmer die erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse hat, eine der in Absatz 2 genannten Tierhaltungen selbständig zu führen, die in der Tierhaltung vorkommenden Arbeiten meisterhaft auszuführen und Auszubildende ordnungsgemäß auszubilden.

(2) Die erfolgreich abgelegte Meisterprüfung führt zum Abschluß Tierwirtschaftsmeister - Teilbereich Rinderhaltung, Schweinehaltung, Schafhaltung, Geflügelhaltung, Pelztierhaltung oder Bienenhaltung.

§ 2 Gliederung der Meisterprüfung

(1) Die Meisterprüfung umfasst einen praktischen Teil, einen fachtheoretischen Teil, einen wirtschaftlichen und rechtlichen Teil sowie den Teil "Berufsausbildung und Mitarbeiterführung".

(2) 1Die Meisterprüfung ist nach Maßgabe der §§ 3 bis 6 durchzuführen. 2Im fachtheoretischen sowie im wirtschaftlichen und rechtlichen Teil erfolgt die Prüfung schriftlich und mündlich, dabei sind die Absätze 3 und 4 zu beachten. 3Außerdem ist sie im fachtheoretischen Teil in Form einer Meisterprüfungsarbeit durchzuführen.

(3) 1In der mündlichen Prüfung soll der Prüfungsteilnehmer in einem Prüfungsgespräch nachweisen, daß er in der Lage ist, bestimmte berufstypische Situationen zu erkennen, ihre Ursachen zu klären und sachgerechte Lösungsvorschläge zu machen. 2Der Prüfungsausschuß kann den Prüfungsteilnehmer von der mündlichen Prüfung in dem Prüfungsteil befreien, in dem er eine sehr gute schriftliche Leistung erbracht hat. 3§ 6 Abs. 4 Satz 2 bleibt unberührt.

(4) Wird die schriftliche Prüfung programmiert durchgeführt, so kann ihre Dauer vom Prüfungsausschuß gekürzt werden.

(5) (weggefallen)

§ 3 Prüfungsanforderungen im praktischen Teil

(1) In der praktischen Prüfung ist ein Arbeitseinsatz durchzuführen.

(2) 1Der Arbeitseinsatz soll nicht länger als vier Stunden dauern. 2Er umfaßt Planung und Durchführung von Arbeiten in der Nutztierhaltung in einem der nachstehenden Teilbereiche:

Rinderhaltung,

Schweinehaltung,

Schafhaltung,

Geflügelhaltung,

Pelztierhaltung oder

Bienenhaltung.

3Der Prüfungsteilnehmer kann den Teilbereich wählen. 4Er soll die Planung der Arbeiten, soweit dieses von der Art der jeweiligen Arbeit her möglich ist, vorher schriftlich niederlegen.

(3) Im Arbeitseinsatz soll der Prüfungsteilnehmer in dem jeweiligen Teilbereich Fertigkeiten in folgenden Prüfungsfächern nachweisen:

1.

Futtermittel und Fütterung,

2.

Tierhaltung und Tiergesundheit,

3.

Tierbeurteilung,

4.

Gewinnung, Behandlung und Bewertung der tierischen Produkte.

§ 4 Prüfungsanforderungen im fachtheoretischen Teil

(1) Die Prüfung im fachtheoretischen Teil erstreckt sich in dem gemäß § 3 Abs. 2 gewählten Teilbereich auf folgende Prüfungsfächer:

1.

Züchtung, Vermehrung, Tiergesundheit,

2.

Futter und Fütterung,

3.

Haltung, Technik, Arbeitswirtschaft,

4.

Erzeugnisse und Vermarktung.

(2) 1Die Meisterprüfungsarbeit soll als schriftliche Hausarbeit erteilt werden. 2Für ihre Anfertigung wird ein Zeitraum von zwölf Wochen zur Verfügung gestellt. 3Bei der Aufgabenstellung sollen Vorschläge des Prüfungsteilnehmers berücksichtigt werden. 4Es sind Aufgaben zu stellen, die zu der Tätigkeit des Prüfungsteilnehmers in der Tierhaltung in bezug stehen.

(3) In den einzelnen Prüfungsfächern können geprüft werden:

1.

Prüfungsfach Züchtung, Vermehrung, Tiergesundheit

a)

Vererbung und Züchtung,

b)

Zuchtziele, Zuchtverfahren,

c)

Leistungsprüfung, Zuchtwertschätzung,

d)

Tiergesundheit, Tierhygiene.

2.

Prüfungsfach Futter und Fütterung

a)

Futtermittel sowie deren Einsatz und Wirkung,

b)

Futterbau und Futterkonservierung, Weidewirtschaft,

c)

Futterplanung, Futterrationen,

d)

Fütterungstechnik.

3.

Prüfungsfach Haltung, Technik, Arbeitswirtschaft

a)

Umweltansprüche, Umweltgestaltung,

b)

Haltungsformen und -systeme,

c)

Stallbau, Stalleinrichtungen, bauliche Anlagen, Maschinen und Geräte,

d)

Arbeitsverfahren, Arbeitsbedarf,

e)

Arbeitsschutz, Unfallverhütung.

4.

Prüfungsfach Erzeugnisse und Vermarktung

a)

Qualitätsnormen, Handelsklassen,

b)

Gewinnen der Erzeugnisse,

c)

Lagern und Aufbereiten,

d)

Vermarkten.

(4) Die schriftliche Prüfung soll nicht länger als vier Stunden, die mündliche Prüfung für den einzelnen Prüfungsteilnehmer nicht länger als 45 Minuten dauern.

§ 5 Prüfungsanforderungen im wirtschaftlichen und rechtlichen Teil

(1) Die Prüfung im wirtschaftlichen und rechtlichen Teil erstreckt sich auf folgende Prüfungsfächer:

1.

Wirtschaftslehre,

2.

Rechnungswesen,

3.

Rechts- und Sozialwesen.

(2) In den einzelnen Prüfungsfächern können geprüft werden:

1.

Prüfungsfach Wirtschaftslehre

a)

Grundlagen und Bedingungen der Tierhaltung,

b)

Betriebs- und Arbeitsorganisation,

c)

Analyse und Planung der Tierhaltung im landwirtschaftlichen Betrieb,

d)

Investitionen und Finanzierungsfragen, Förderungsmaßnahmen,

e)

Betriebszweigabrechnung und Erfolg der Tierhaltung,

f)

Markt und Absatz,

g)

Grundkenntnisse der Volkswirtschaft und der Agrarpolitik.

2.

Prüfungsfach Rechnungswesen

a)

Kostenrechnung,

b)

Buchführung und Bilanz,

c)

Betriebsvergleich,

d)

Geld- und Kreditwesen.

3.

Prüfungsfach Rechts- und Sozialwesen

a)

Für die Tierhaltung wesentliche Rechtsvorschriften, insbesondere über Tierzucht, Futtermittel, Tierhalterhaftung, Tierschutz, Tierseuchenbekämpfung einschließlich Tierkörperbeseitigung, Immissionsschutz und Abfallbeseitigung sowie spezielle Rechtsvorschriften für einzelne Tierarten und Marktordnungen, ferner besonders wichtige Schuldverhältnisse wie Kauf, Pacht und Rechtsvorschriften aus dem Nachbarrecht und dem Erbrecht.

b)

Die Bedeutung der Landwirtschaft in der Gesamtwirtschaft sowie Entwicklung, Aufbau und Aufgaben der Landwirtschaftsorganisationen einschließlich der zugehörigen Landwirtschaftskammern, Tierzuchtorganisationen, Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften, Kooperationen und übernationale Vereinigungen.

c)

Arbeitsrecht, soweit es nicht nach § 6 Abs. 2 Nr. 4 geprüft wird, insbesondere Arbeitsvertrags- und Tarifvertragsrecht, Betriebsverfassungsrecht, Arbeitszeit- und Urlaubsrecht, Arbeitsschutz- und Arbeitsgerichtsverfahrensrecht.

d)

Versicherungswesen:

aa)

Sozialversicherung: Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung, Alterssicherung der Landwirte, Betriebshelfer, Zusatzversicherung für Landarbeiter,

bb)

Privatversicherung: Lebens-, Sach-, Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung.

e)

Steuerwesen:

aa)

Steuerarten: Grundsteuer, Umsatzsteuer, Einkommensteuer einschließlich Lohnsteuer, Vermögensteuer, Gewerbesteuer, Erbschaftsteuer,

bb)

Steuerverfahren: Steuertermine, Steuerpflichten, insbesondere Steuererklärung, Steuerstundung und Steuererlaß, Rechtsmittel.

(3) Die schriftliche Prüfung soll nicht länger als vier Stunden, die mündliche Prüfung soll für den einzelnen Prüfungsteilnehmer nicht länger als 45 Minuten dauern.

§ 6 Prüfungsanforderungen im Teil "Berufsausbildung und Mitarbeiterführung"

(1) Der Prüfungsteilnehmer soll nachweisen, dass er Zusammenhänge der Berufsbildung und Mitarbeiterführung erkennen, Auszubildende ausbilden und Mitarbeiter führen kann.

(2) Die Qualifikation nach Absatz 1 ist als Fähigkeit zum selbständigen Planen, Durchführen und Kontrollieren in folgenden Handlungsfeldern nachzuweisen:

1.

Allgemeine Grundlagen:

a)

Gründe für die betriebliche Ausbildung,

b)

Einflussgrößen auf die Ausbildung,

c)

Rechtliche Rahmenbedingungen der Ausbildung,

d)

Beteiligte und Mitwirkende an der Ausbildung,

e)

Anforderungen an die Eignung der Ausbilder;

2.

Planung der Ausbildung:

a)

Ausbildungsberufe,

b)

Eignung des Ausbildungsbetriebes,

c)

Organisation der Ausbildung,

d)

Abstimmung mit der Berufsschule,

e)

Ausbildungsplan,

f)

Beurteilungssystem;

3.

Mitwirkung bei der Einstellung von Auszubildenden:

a)

Auswahlkriterien,

b)

Einstellung, Ausbildungsvertrag,

c)

Eintragungen und Anmeldungen,

d)

Planen der Einführung,

e)

Planen des Ablaufs der Probezeit;

4.

Ausbildung am Arbeitsplatz:

a)

Auswählen der Arbeitsplätze und Aufbereiten der Aufgabenstellung,

b)

Vorbereitung der Arbeitsorganisation,

c)

Praktische Anleitung,

d)

Fördern aktiven Lernens,

e)

Fördern von Handlungskompetenz,

f)

Lernerfolgskontrollen,

g)

Beurteilungsgespräche;

5.

Förderung des Lernprozesses:

a)

Anleiten zu Lern- und Arbeitstechniken,

b)

Sichern von Lernerfolgen,

c)

Auswerten der Zwischenprüfungen,

d)

Umgang mit Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten,

e)

Berücksichtigen kultureller Unterschiede bei der Ausbildung,

f)

Kooperation mit externen Stellen;

6.

Ausbildung in der Gruppe:

a)

Kurzvorträge,

b)

Lehrgespräche,

c)

Moderation,

d)

Auswahl und Einsatz von Medien,

e)

Lernen in Gruppen,

f)

Ausbildung in Teams;

7.

Abschluss der Ausbildung:

a)

Vorbereitung auf Prüfungen,

b)

Anmelden zur Prüfung,

c)

Erstellen von Zeugnissen,

d)

Abschluss und Verlängerung der Ausbildung,

e)

Fortbildungsmöglichkeiten,

f)

Mitwirkung an Prüfungen;

8.

Mitarbeiterführung und Zusammenarbeit im Betrieb:

a)

Grundlagen der Mitarbeiterführung,

b)

Einarbeiten, Anleiten und Beurteilen von Mitarbeitern,

c)

Soziale Zusammenhänge im Betrieb; Teamarbeit,

d)

Motivation, Förderung und Qualifizierung von Mitarbeitern,

e)

Konflikte und Konfliktbewältigung.

(3) Die Prüfung besteht aus einem praktischen Teil nach Maßgabe des Absatzes 4 und einem schriftlichen Teil nach Maßgabe des Absatzes 5.

(4) 1Der praktische Teil besteht aus der Durchführung einer vom Prüfungsteilnehmer in Abstimmung mit dem Prüfungsausschuss auszuwählenden Ausbildungseinheit und einem Prüfungsgespräch. 2Die Ausbildungseinheit ist schriftlich zu planen und praktisch durchzuführen. 3Auswahl und Gestaltung der Ausbildungseinheit sind im Prüfungsgespräch zu erläutern. 4Außerdem erstreckt sich das Prüfungsgespräch auf die Inhalte des Absatzes 2 Nr. 8. 5Für die schriftliche Planung der Ausbildungseinheit soll ein Zeitraum von bis zu sieben Tagen zur Verfügung gestellt werden. 6Die praktische Durchführung der Ausbildungseinheit soll je Prüfungsteilnehmer nicht länger als 60 Minuten und das Prüfungsgespräch nicht länger als 30 Minuten dauern.

(5) 1Im schriftlichen Teil soll der Prüfungsteilnehmer in höchstens drei Stunden fallbezogene Aufgaben aus mehreren Handlungsfeldern des Absatzes 2 Nr. 1 bis 7 sowie mindestens eine Aufgabe aus dem Handlungsfeld des Absatzes 2 Nr. 8 bearbeiten. 2Er ist durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn dieser für das Bestehen der Prüfung oder für die eindeutige Beurteilung der Prüfungsleistung von Bedeutung ist. 3Die Ergänzungsprüfung soll je Prüfungsteilnehmer nicht länger als 30 Minuten dauern.

§ 7 Anrechnung anderer Prüfungsleistung

(1) Prüfungsteilnehmer, die die Meisterprüfung in einem anderen Beruf bestanden haben, können auf Antrag von der zuständigen Stelle von der Ablegung der Prüfung im praktischen, fachtheoretischen sowie wirtschaftlichen und rechtlichen Prüfungsteil teilweise befreit werden, wenn die anderweitig abgelegte Prüfung den Prüfungsanforderungen insoweit entspricht.

(2) 1Von der Prüfung im Teil "Berufsausbildung und Mitarbeiterführung" ist der Prüfungsteilnehmer auf Antrag von der zuständigen Stelle freizustellen, wenn er eine nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung oder dem Seemannsgesetz geregelte Prüfung bestanden hat, deren Inhalt den in den §§ 2 und 3 der Ausbilder-Eignungsverordnung vom 16. Februar 1999 (BGBl. I S. 157, 700) genannten Anforderungen entspricht. 2Dasselbe gilt für Prüfungsteilnehmer, die die berufs- und arbeitspädagogische Eignung auf Grund des Bundesbeamtengesetzes nachgewiesen haben. 3Wer eine sonstige staatliche, staatlich anerkannte oder von einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft abgenommene Prüfung bestanden hat, deren Inhalt den in den §§ 2 und 3 der Ausbilder-Eignungsverordnung genannten Anforderungen entspricht, kann auf Antrag von der zuständigen Stelle von der Prüfung im Teil "Berufsausbildung und Mitarbeiterführung" befreit werden.

§ 8 Bestehen der Meisterprüfung

(1) 1Die vier Prüfungsteile sind gesondert zu bewerten. 2Für den praktischen, den fachtheoretischen sowie den wirtschaftlichen und rechtlichen Teil ist das arithmetische Mittel aus der Bewertung für die einzelnen Prüfungsfächer zu bilden; dabei ist im fachtheoretischem Teil die Bewertung der Meisterprüfungsarbeit einzubeziehen. 3Sind in einem Prüfungsfach schriftliche und mündliche Prüfungsleistungen erbracht worden, so ist aus den Bewertungen für diese Leistungen das arithmetische Mittel zu bilden; schriftliche und mündliche Prüfungsleistungen haben das gleiche Gewicht. 4Für den Teil "Berufsausbildung und Mitarbeiterführung" ist eine Note als arithmetisches Mittel aus der Bewertung der Leistungen in der Prüfung nach § 6 Abs. 4 und in der Prüfung nach § 6 Abs. 5 zu bilden; dabei hat die Note in der Prüfung nach § 6 Abs. 4 das doppelte Gewicht. 5Das Ergebnis der Bewertungen ist in den Prüfungsteilen, den Prüfungsfächern, der Meisterprüfungsarbeit sowie in den Prüfungen nach § 6 Abs. 4 und 5 in Noten auszuweisen.

(2) 1Die Prüfung ist bestanden, wenn der Prüfungsteilnehmer in jedem Prüfungsteil mindestens die Note "ausreichend" erzielt hat. 2Sie ist nicht bestanden, wenn in der gesamten Prüfung mindestens ein Prüfungsfach, die Meisterprüfungsarbeit oder eine der Leistungen in den Prüfungen nach § 6 Abs. 4 und 5 mit "ungenügend" oder mehr als einer der vorgenannten Prüfungsbestandteile mit "mangelhaft" benotet worden ist.

§ 9 Wiederholung der Meisterprüfung

(1) Eine Meisterprüfung, die nicht bestanden ist, kann zweimal wiederholt werden.

(2) In der Wiederholungsprüfung ist der Prüfungsteilnehmer auf Antrag von der Prüfung in einzelnen Prüfungsteilen und Prüfungsfächern, der Meisterprüfungsarbeit sowie von den Prüfungen nach § 6 Abs. 4 und 5 zu befreien, wenn seine Leistungen darin in einer vorangegangenen Prüfung mindestens mit der Note "ausreichend" bewertet worden sind und er sich innerhalb von zwei Jahren, gerechnet vom Tage der Beendigung der nicht bestandenen Prüfung an, zur Wiederholungsprüfung anmeldet.

§ 10 Übergangsvorschriften

(1) Die bis zum 30. Dezember 2000 begonnenen Prüfungsverfahren können nach den bis dahin geltenden Vorschriften zu Ende geführt werden.

(2) Prüfungsteilnehmer, die die Prüfung nach den bis zum 30. Dezember 2000 geltenden Vorschriften nicht bestanden haben und sich innerhalb von zwei Jahren ab dem 31. Dezember 2000 zu einer Wiederholungsprüfung anmelden, können die Wiederholungsprüfung nach den am 30. Dezember 2000 geltenden Vorschriften ablegen.

§ 11 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.

Schlußformel

Der Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten