Zunächst ein kleiner Rückblick zu Caramello bzw. dem Hund, der nach Aussage des Tierschutzvereins Pirmasens und Herrn KHK Eisel, am 21.12.2007 bzw. am 22.12.2007 auf dem Hof in Obernheim-Kirchenarnbach, tot (verhungert) aufgefunden worden sein soll ( siehe: Die Durchsuchung und Sicherstellung ).
Das der tote Hund nach Angaben des TSV- Pirmasens am 21.12.2007 gefunden worden sein soll, nach Angaben des Herrn KHK Eisel und zwei Mitarbeitern des TSV- Pirmasens aber erst am 22.12.2007, kann man vielleicht mit einem Irrtum erklären und sollte dies nicht überbewerten. Erste Zweifel kommen aber durch die unterschiedlichen Angaben zum angeblichen Fundort auf.
Für erhebliche Zweifel daran, ob der tote (verhungerte) Hund überhaupt Eigentum des „TSV- Die Arche“ war und überhaupt irgendwann durch Frau Nadya Eichhorn gepflegt wurde, bzw. jemals auf dem Hof in Obernheim-Kirchenarnbach gelebt hat, sorgen ausgerechnet die Sicherstellungsprotokolle und Berichte des Herrn Kriminal-Hauptkommissar Eisel.
Das Sicherstellungsprotokoll / die Sicherstellungsprotokolle vom 21.12.2007
Es gibt tatsächlich zwei, „nur fast“ identische, Sicherstellungsprotokolle vom selben Tag (Rechtmäßig wäre, das Frau N. Eichhorn eine Durchschrift oder Kopie „eines“ Originals erhalten hätte. In diesem Fall unterscheidet sich die Durchschrift/Kopie für Frau N. Eichhorn deutlich von dem Original das sie unterschrieben hatte). Auf beiden ist vermerkt, dass Frau Nadya Eichhorn nicht anwesend war, obwohl Herr KHK Eisel in seinem Durchsuchungsbericht schreibt, das Frau Eichhorn anwesend war. Trotzdem trägt eines der Sicherstellungsprotokolle die Unterschrift von Frau Eichhorn (in der Akte). Die Protokolle unterscheiden sich in drei wichtigen Punkten.
Unter den Pos. 1 bis 4 des von Frau Eichhorn (in der Akte) unterschriebenen Protokolls wurden die Gegenstände aufgelistet, die in der „Wohnung im EG“ sichergestellt wurden. Unter den gleichen Positionen des von Frau Eichhorn „nicht“ unterschriebenen Protokolls (Durchschlag von Fr. N. Eichhorn) heißt es wörtlich: „Wohnraum EG von Frau Eichhorn“.
Unter Pos. 5 des von Frau Eichhorn unterschriebenen Protokolls (in der Akte) ist die Anzahl der sichergestellten Hunde mit „38“ angegeben. In Klammern steht noch der Vermerk: „Anzahl wird nach Aufnahme im Tierheim Pirmasens festgestellt“. In dem zweiten, von Frau Eichhorn „nicht“ unterschriebenen Protokoll (Durchschlag von Fr. N. Eichhorn). fehlt jede Angabe zur Anzahl der sichergestellten Hunde.
Auch die Schriftgröße, der Zeilenabstand, der Abstand der Einträge zu den verschiedenen Spalten des Protokollformulars, sind unterschiedlich. Auch enthält die zweite, von Frau Eichhorn „nicht“ unterzeichnete Version (Durchschlag von Fr. N. Eichhorn), Abkürzungen und Ergänzungen sowie Berichtigungen. Es handelt sich also „eindeutig“ um zwei Protokolle des selben Tages, mit unterschiedlichen Inhalten.
Laut dem Sicherstellungsprotokoll vom 22.12.2007 wurden an diesem Tag in der Scheune und dem Stall 15 Hunde gefunden und Sichergestellt. Der tote (verhungerte) Hund soll laut dem Protokoll im „Stall“ aufgefunden worden sein. Dies deckt sich nicht mit den Zeugenaussagen.
Der tote Hund wurde laut Durchsuchungsbericht zwar auf dem Hof in Obernheim-Kirchenarnbach gefunden, jedoch gibt es unterschiedliche Angaben zum Fundort. Herr KHK Eisel gibt in seinem Sicherstellungsprotokoll einen anderen Fundort an, als die Zeugen, die selbst angeben, den toten Hund vom eigentlichen Fundort entfernt zu haben, bevor sie Herrn KHK Eisel über den Fund informierten und die Mitarbeiter des Vereins waren/sind, der die Strafanzeige erstattete. In Herrn KHK Eisels Sachstandsbericht an den Gerneralstaatsanwalt wird der tote Hund dann nicht mehr erwähnt.
TS- Wenn der tote Hund tatsächlich in Obernheim gefunden wurde, warum steht nichts darüber in dem Sachstandsbericht an den Generalstaatsanwalt? Herr KHK Eisel selbst kann nicht mit Bestimmtheit aussagen, wo genau, und ob der tote Hund überhaupt auf dem Hof in Obernheim-Kirchenarnbach gefunden wurde. Nur, dass er ihn dort gesehen und fotografiert hat. Er kann somit auch „nicht ausschließen“, dass der Hund möglicherweise absichtlich dort platziert wurde.
Für den Fund des toten Hundes in Obernheim gibt es ausschließlich zwei, von einander abweichende Aussagen von befangenen Zeugen.
Die tote Welpe „Odin“
Aus der tierärztlichen Bescheinigung – Behandlung von Mischling „Odin“ am 26.12.2007
Nachfolgendes Schreiben (Zitat) erging mit Datum vom 27.12.2007 an das Tierheim Pirmasens, z.Hd. Herrn Erwin Doro
[Am 26.12.2007 wurde der etwa 15 Wochen alte Mischling „Odin“ von Herrn Hochländer vorgestellt. Laut Herrn Hochländer würde der Welpe ständig erbrechen und mittlerweile auch blutig-wässrige Flüssigkeit aus dem After absetzen. Der Welpe hat seit zwei Tagen keine Nahrung mehr zu sich genommen. Die Körpertemperatur betrug 37,5° C, die Lunge war belegt und die Lymphknoten verdickt. Da der Welpe nicht geimpft war, wurde die Verdachtsdiagnose Parvovirose gestellt. Der Welpe war sehr schlapp und somnolent. Er wurde am 26.12.2007- nach telefonischer Absprache mit Ihnen- eingeschläfert.]
Unterschrieben wurde dieses Schreiben von einer Frau V. Staud- Tierärztin, welche nach Angaben der betreffenden Tierklinik, seit Januar 2008 nicht mehr dort beschäftigt ist.
TS- Nach übereinstimmenden Aussagen von Frau Nadya Eichhorn und Frau Marion Noss, waren alle Hunde von dem Hof in Obernheim „gechipt“. Diese Aussagen werden durch die Akten/tierärztlichen Bescheinigungen bestätigt. Die 54 sichergestellten Hunde waren alle gechipt. Nach Aktenlage befand sich auch kein Welpe von etwa 15 Wochen unter den sichergestellten Hunden. Nach eigenem Bekunden ist weder Frau Nadya Eichhorn, noch Frau Marion Noss ein Hund mit dem Namen „Odin“ bekannt.
Der einzige Hund, der nicht in den Listen der tierärztlichen Untersuchungen aufgeführt wird, ist der Welpe, den Herr M. Engleitner am 21.12.2007, angeblich im Rahmen der Beweissicherung, von Frau Nadya Eichhorn gekauft hat und von dem Herr E. Doro unter dem Pseudonym „Idefix Edo“ im KSG- Forum behauptete, er wäre sichtbar krank gewesen. Zitat aus der KSG: [Dabei hat der Tierschützer einen Ihm angebotenen Welpen gekauft !!
(Der Hund war sichtbar krank ...was der Tierarzt auch bestätigte) ]. Vorausgesetzt, Frau Nadya Eichhorn lügt, könnte dies der mysteriöse Odin sein.
Sollte „Odin“ tatsächlich der Hund sein, den Herr Engleitner am 21.12.2007 kaufte und der, nach Aussage von Herrn Doro zu diesem Zeitpunkt schon sichtbar krank war, warum hat man ihn erst am 26.12.2007, also 5 Tage später, einem Tierarzt vorgestellt?
Wenn „Odin“ nicht der am 21.12.2007 gekaufte Hund ist, wer ist er dann?
Warum fehlt die Chipnummer in der tierärztlichen Untersuchungs- und Euthanasiebestätigung?
Warum gibt es keinen weiteren Hinweis auf „Odin“ in den Sicherstellungsprotokollen, dem Durchsuchungsbericht, dem Abschlussbericht oder den tierärztlichen Untersuchungsberichten?
Warum wurde, falls überhaupt, „Odin“ erst, aufgrund schwerer gesundheitlicher Probleme, am 26.12.2007 untersucht, alle anderen sichergestellten Hunde aber schon am 21. und 22.12.2007?
Warum wurde bei „Odin“ keine Blutuntersuchung gemacht um den Verdacht auf Parvovirose zu bestätigen oder zu entkräften?
Parvovirose hat ein Incubationszeit von 4 bis 10 Tagen. Die Erreger bleiben, auch ohne Wirt, bei Raumtemperatur über 12 Monate, bei ungünstigeren Bedingungen bis zu 6 Monate infektiös. Wenn „Odin“ an Parvovirose erkrankt war und aus dem Bestand aus Obernheim-Kirchenarnbach stammt, dann sind zwangsläufig „alle sichergestellten Hunde“ noch heute (01.06.2008) potenzielle Ausscheider des Erregers und eine Gefahr für jeden, nicht gegen Parvovirose geimpften Hund.
Folgerichtig hätten alle Tierheime, die Hunde aus Obernheim übernommen haben, „jede“ Vermittlung und Neuaufnahmen von Tieren für mindestens 6 Monate aussetzen müssen. Die städtischen und öffentlich geförderten Tierheime hätten auch die Veterinärämter über den erzwungenen Aufnahme- und Vermittlungsstop informieren müssen. Da am 26.12.2007 alle sichergestellten Hunde noch Eigentum von Frau Nadya Eichhorn, dem TSV- Die Arche und anderer Personen waren, hätten diese und auch die Staatsanwaltschaft darüber informiert werden müssen, das die Hunde Infektionsträger und Ausscheider des Parvovirosevirus waren. Dies alles ist nach Aktenlage unterlassen worden.
Haben der Tierschutzverein Pirmasens bzw. Herr E. Doro wissentlich gelogen um den TSV- Die Arche und dessen Vorsitzende, Frau Marion Noss und Frau Nadya Eichhorn zu diskreditieren? Stammt „Odin“ überhaupt nicht aus Obernheim?
Wenn „Odin“ tatsächlich aus Obernheim stammt, warum hat der Tierschutzverein Pirmasens die Tierschutzvereine/Tierheime Baden Baden, Kaiserslautern, Saarbrücken und Zweibrücken nicht über den Parvovirosefall informiert?
Warum wurden diese Tierheime nicht vorsorglich geschlossen?
Warum wurden alle (54), potenziell infizierten Hunde sofort nach der Freigabe vermittelt?
Warum ist der Tierschutzverein Pirmasens das Risiko eingegangen, durch die Vermittlung eine Epedemie auszulösen?
Warum wurden die Veterinärämter und die Staatsanwaltschaft nicht informiert?
Warum wurden die Eigentümer nicht informiert.
Wurden die Gassigänger informiert?
Wurden die neuen Halter informiert?
War und ist man im Tierschutzverein Pirmasens bereit, fahrlässig oder gezielt, das Risiko in Kauf zu nehmen, das Hunderte von Hunden an Parvovirose erkranken und sterben, oder handelt es sich um eine Lüge? Eine gefälschte Bescheinigung, um eine Rufmordkampagne gegen den TSV- „Die Arche“ zu unterstützen?
Wer ist Odin und woher stammt er wirklich? Wurde er wegen des Verdachts auf Parvovirose eingeschläfert oder lebt er vielleicht noch?
Nachtrag - 11.06.2008
Wenn „Odin“ gemäß der Darstellung des Herrn Doro, aus Obernheim-Kirchenarnbach stammt, dann war er zum Zeitpunkt der Euthanasie, dem 26.12.2007, definitiv Eigentum des Tierschutzvereins „Die Arche e.V.. Daran ändert auch die Sicherstellung nichts, da die Hunde weder enteignet waren, noch Frau Noss freiwillig auf ihr Eigentumsrecht verzichtet hatte. Odin befand sich demnach unter der Verfügungs- und Bestimmungsgewalt der Staatsanwaltschaft. Der Tierschutzverein Pirmasens hatte somit die Verwahrungspflicht (Alleinverantwortlich und entscheidungsbefugt, über alle, die Hunde betreffenden Maßnahmen, war zum diesem Zeitpunkt (26.12.2007) ausschließlich die Staatsanwaltschaft).
Der „Verdacht auf Parvovirose“ ist keine definitive Diagnose und damit keine Indikation, die eine Euthanasie rechtfertigt.
Sofern Frau Noss nachweisen kann, dass der, als Odin benannte Hund, Eigentum des Tierschutzvereins „Die Arche e.V.“ war, sei ihr dringend empfohlen, Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gegen Herrn Doro und die Tierärztin Frau V. Staud zu erstatten, sowie privatrechtlich Schadensersatz einzuklagen.
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